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P.T. MAGAZIN 03/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

(Foto: © Gerd

(Foto: © Gerd Altmann/dezignus.com/PIXELIO) Warum wir keine Frauenquote brauchen Unternehmerische Freiheit ade? Quoten und Marktwirtschaft vertragen sich nicht. Nach einer Umfrage der Personalberatung Odgers Berndtson lehnen 56% der Managerinnen, nach der Umfrage der Personalberatung LAB sogar 77% der Führungskräfte eine Frauenquote in der Wirtschaft strikt ab oder bewerten sie als „sinnlos“. Trotzdem wird sie von vielen Politikerinnen immer wieder gebetsmühlenartig gefordert und von den Medien in regelmäßigen Abständen auf die Tagesordnung gebracht. Unterrepräsentanz ist keine Diskriminierung Dass Frauen in den Vorstandsetagen der DAX-Unternehmen unterrepräsentiert sind, ist eine Tatsache. Doch muss diese Unterrepräsentanz nicht eine Folge ihrer Diskriminierung sein. Erstens streben Frauen seltener als Männer eine Karriere in den Vorständen an. Sie interessieren sich einfach weniger für diese sehr viel zeitund kraftaufreibenden Jobs. Zweitens gibt es in diesem Bereich offensichtlich mehr besser qualifizierte Männer als Frauen. Männer weisen im Durchschnitt bestimmte Führungskompetenzen auf, die bei Frauen seltener zu finden sind. Führt man in den Vorstandsetagen eine Frauenquote ein, so werden nicht nur die unterschiedlichen Interessen von Männern und Frauen umgangen, sondern wird auch die Qualifikation als das maßgebende Kriterium bei der Stellenvergabe aufgehoben. Es zählt nicht mehr die Qualifikation, sondern das Geschlecht. In diesem Zusammenhang wird hervorgehoben, dass Frauen bessere Studienabschlüsse als Männer haben, in den Vorständen aber trotzdem unterrepräsentiert sind. Jeder, der in der Wirtschaft arbeitet, weiß, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Die Welt ist voll von herausragenden Geschäftsleuten und Managern, die gar keinen Hochschulabschluss haben. Offenbar werden für den Manager-Job andere Qualifikationen als gute Noten benötigt. „Gleiche Qualifikation“ gibt es nicht Es ist auch falsch, von „gleicher Qualifikation“ zu sprechen, denn in den al- 12 P.T. MAGAZIN 3/2011

Gesellschaft Zerspanungswerkzeuge für Ihren Erfolg lermeisten Arbeitsbereichen kann es sie niemals geben. „Gleiche Qualifikation“ gibt es höchstens bei einfachen Tätigkeiten, z. B. beim Verpacken oder Kassieren. Qualifikationen, die man für den Manager-Job braucht, sind viel zu komplex, um in ihrem Fall von Gleichheit zu sprechen. Manager sind ähnlich Wissenschaftlern, Ärzten, Juristen oder Journalisten immer unterschiedlich qualifiziert. Die Unternehmen können selbst am besten beurteilen, welche Personen für welche Stellen am besten qualifiziert sind. Wird hingegen in den DAX- Unternehmen eine Frauenquote eingeführt, so stellt es eine Einmischung der Politik in die Entscheidungen von Unternehmen dar und verletzt somit die unternehmerische Freiheit. Quoten und freie Marktwirtschaft vertragen sich nicht. „Goldröcke“ vergraulen Unternehmen Von den Befürwortern der Frauenquote wird Norwegen als Vorbild genannt. Seit Anfang 2006 müssen dort börsenorientierte Unternehmen die Aufsichtsräte zu 40% mit Frauen besetzen. Die negativen Folgen dieses Gesetzes werden in Deutschland weitgehend verschwiegen. Um der Frauenquote zu entgehen, haben viele norwegische Unternehmen die Börse verlassen. Bei den verbleibenden Unternehmen zog die Frauenquote eine Art Cousinenwirtschaft nach sich. 70 Frauen, von den Norwegern spöttisch „Goldröcke“ genannt, besetzen ca. 300 Plätze in Aufsichtsräten. Oft spricht man in der Quoten-Diskussion von einer „gläsernen Decke“ oder von „Männer-Seilschaften“, die Frauen daran hindern, auf der Karriereleiter aufzusteigen. Tatsächlich lässt sich eine „gläserne Decke“ nirgendwo nachweisen. Die Behauptung, Männer würden den Aufstieg von Frauen behindern, stellt daher eine sehr unfaire Unterstellung dar. Die Personen, die in den Vorständen arbeiten, tun es darüber hinaus nicht als Männer oder Frauen, sondern als Manager, noch besser: Sie tun es als Individuen und nicht als Repräsentanten ihres Geschlechts. Auf dem freien Markt konkurrieren Individuen miteinander, nicht Geschlechter. Wie wär’s mit selber gründen? Die Einführung einer Frauenquote in den bestehenden DAX-Unternehmen wird von vielen Politikerinnen als Zeichen der Gleichberechtigung von Mann und Frau betrachtet. Sie übersehen dabei, dass Frauen bereits gleichberechtigt sind. Jede Frau hat wie jeder Mann das Recht, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dort könnte sie in den Vorstand berufen, wen sie möchte. Gleichberechtigung und auch Chancengleichheit werden von diesen Politikerinnen mit Ergebnisgleichheit verwechselt. Anstatt Quoten zu fordern, sollten wir uns in der Wirtschaft und in anderen Arbeitsbereichen am Prinzip der besseren individuellen Qualifikation orientieren. Es besagt: Eine Arbeitsstelle sollte diejenige Person erhalten, die für diese Stelle am besten qualifiziert ist, und zwar unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Ethnie, Hautfarbe, sexueller Orientierung und Religions- sowie Parteizugehörigkeit. ■ Über den Autor Dr. Alexander Ulfig ■ Dr. Alexander Ulfig (*1962) studierte Philosophie, Soziologie und Sprachwissenschaften in Hamburg und Frankfurt/Main; 1997 Promotion. ■ Gegenwärtig arbeitet Ulfig als Autor und Publizist. ■ Er schreibt u. a. für die Internetzeitschrift „Die Freie Welt“ (www.freiewelt.net) und ist mitverantwortlich für die Internetseite „Qualifikation statt Quote“ (www.streitbar.eu). 3/2011 P.T. MAGAZIN 13 Vollhartmetall- Sonderfräser Vollhartmetall- Sonderbohrer Nachschleifservice für Zerspanungswerkzeuge Finalist „Großer Preis des Mittelstandes“ 2010 KOPP Schleiftechnik GmbH Am Raupenstein 10 | 64678 Lindenfels/Winterkasten Tel.: 0 62 55 - 95 95-0 | Fax: 0 62 55 - 95 95-139 info@kopp-schleiftechnik.de www.kopp-schleiftechnik.de Atomfreier Strom der Umwelt zu liebe w w w . a t o m f r e i e r s t r o m . d e Tele fon grundgebühr inklusive Festnetztelefon ate inklusive Bis zu 500,- € sparen in 2 Jahren www.telefonanschluss.mobi/gutschein Kostenlose Hotline 0800 2 71 71 71 09 B ei Angabe des Aktionscodes “ Wir tschaf t2011” sparen Sie die Versandkosten.

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