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PT-Magazin 02 2019

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Offizielles Magazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung, 4. Dialogtag im Netzwerk der Besten, German Mittelstand Asphalt Klimaschutz gehört in die Dörfer. Im Trabi durch Vietnam. Nachhaltigkeit durch Wandel

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© pixabay Lifestyle | Auto PT-MAGAZIN 2/2019 64 Das E-Auto: Fluch und Segen Elektroautos gelten seit der „Energiewende“ als umweltfreundlich. Diese Augenwischerei sollten wir einmal genauer beleuchten. E-Autos fahren emissionsfrei, dafür haben sie Bauteile, die alles andere als umweltfreundlich sind: Lithium-Ionen-Batterien. Die steigende Popularität von Elektroautos und die Abkehr von Verbrennungsmotoren ist ein ideologisches Kalkül, kein klimafreundliches. Ist die Umweltbilanz eines E-Autos schlechter als die eines Verbrennungsmotors? Ende 2008 hatten die vier Bundesministerien für Umwelt, Verkehr, Wirtschaft, Forschung noch erklärt, dass Deutschland „Leitmarkt für Elektromobilität“ werden solle. „Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft“ ließ man in dicken Lettern drucken. Bis 2020 sollten eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Denn rund 20% der CO2- Emissionen in Deutschland werden durch den Verkehr erzeugt, behaupten Messungen und Statistiken, die wir heute zu recht anzweifeln dürfen. Allein das Ziel zeigt, dass mit fehlendem Realismus Mobilität in Deutschland betrachtet wird. Die jüngste Dieseldiskussion hat gezeigt, dass man erst zuhört, wenn hunderte Ärzte sich zu Wort melden und der Verdammung des Diesels widersprechen. Die hoch gesteckten, planwirtschaftlichen Ziele der Ministerien konnten auch deshalb nicht erreicht werden, da die Reichweiten der Fahrzeuge, sowie deren Leistungsfähigkeit nicht den Nutzenvorstellungen der Verbraucher entsprechen, zumal man bei den Planspielen nur den Individualverkehr im Fokus hat und kaum den Lieferverkehr. Die Preise von E-Autos sind exorbitant hoch. Die Klimabilanz für Elektroautos ist mehr als ernüchternd Der Aspekt der Klimabilanz für Elektroautos verändert die Situation so, dass Euphemismus nicht mehr angebracht ist. Professor Zehner an der University of California in Berkeley äußerte sich so: „Immer mehr Studien belegen, dass die Fertigung von Hybrid- und Elektroautos nicht so „grün“ ist, wie die Hersteller es gerne vormachen. […] Berechnungen der britischen Royal Society of Chemistry haben ergeben, dass der umfassende Einsatz von Elektroautos in Großbritannien den CO2-Ausstoß des Landes um lediglich etwa 2 % senken würde. Einer Untersuchung des Congressional Budget Office (CBO) der USA zufolge würden Subventionen für Elektroautos „in den nächsten paar Jahren nur eine geringe oder überhaupt keine Senkung des Gesamtspritverbrauchs und der Treibhausemissionen aller USamerikanischen Fahrzeuge bewirken“. […] Einer Analyse der U. S. National Academies zufolge werden vom Stromnetz abhängige Hybriden und Elektroautos der Umwelt noch mindestens bis 2030 mehr Schaden zufügen als herkömmliche Benzin-Modelle – selbst unter Annahme entsprechender technischer Fortschritte. […] Bei näherer Betrachtung bekommt man den Eindruck, dass die Umstellung von Benzin-Modellen auf mit Strom betriebene Fahrzeuge so ist, als würde ein Raucher von einer Zigarettenmarke zu einer anderen wechseln. […] Befürworter von Elektroautos favorisieren erneuerbare Energie gerne als Antriebssystem für ihre Motoren, doch ignorieren sie dabei geflissentlich die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt.“ Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos verbraten äußerst knappe Rohstoffe Die Batterien sind aus einer Vielzahl an Gründen problematisch. Rohstoffe wie Lithium und Cobalt gehören zu den stark begrenzten weltweiten Vorkommen. Der Abbau von Lithium benötigt extrem viel Wasser und ist mit hohen Umweltbelastungen verbunden, ganz zu schweigen von den Arbeitsbedingungen in den Minen. Die verheerenden Ausmaße des Lithiumabbaus zeigte das ZDF in seinem

Film „ Der wahre Preis der Elektroautos“. In Chile wird das Lithium aus Salzseen gewonnen. Die Lagunen sind Heimat für die Andenflamingos, die es nur dort gibt. Mit dem gigantischen Abbau des Lithiums gehen deren Lebensräume verloren – die Flamingos sind nun vom Aussterben bedroht. 21 Millionen Liter Wasser werden jeden Tag für den Lithiumabbau benötigt. Der sinkende Grundwasserspiegel vernichtet die Landwirtschaft der indigenen Gemeinschaften an den Ufern der Salzseen und damit entstehen Mondlandschaften. Im Erzgebirge will dieses Jahr eine kanadische Firma die Lithiumvorkommen abbauen… In E-Mobilen stecken u.a. Neodym und Lanthan. Ein E-Auto benötigt durchschnittlich ein Kilo Neodym und 10 bis 15 kg Lanthan. Neodym und Lanthan gehören zu den äußerst seltenen Metallen auf unserer Erde. Diese Metalle treten in Verbindung mit radioaktiven Stoffen wie Thorium oder Uran auf. Kupfer ist das nächste zu nennende Problem. Durch den E-Motor steigt der Kupferanteil in einem E-Auto auf 65 Kilogramm, gegenüber 25 kg bei einem Verbrenner. Für eine 20 KWh Lithium-Ionen-Batterie sind nach heutigem Stand der Technik nochmals bis zu 80 kg Kupfer erforderlich, je nach Reichweitenleistung eines E-Autos. Kupfer wird in Peru und in Teilen Afrikas unter verheerendsten Bedingungen für Menschen und Umwelt abgebaut. Die Folge sind Belastungen von Menschen und Tieren mit Schwermetallen bis hin zu Fehlbildungen. Schwefeldioxid-Emissionen, führen zu Atemnot und Lungeninfektionen der Arbeiter und Anwohner. Strom kommt aus der Steckdose, da ist alles andere weit weg Die Werbung für erneuerbare Energien wie Windkraft wird in der E-Mobilitätsdiskussion gern eingebracht. Die Flächenvernichtung durch materialintensive Windräder und deren Probleme für die Vogelwelt werden ausgeblendet. In Windkraftanlagen wie den großen Offshore-Windkraftanlagen (5 MW) in Nordund Ostsee werden bis zu 30 Tonnen Kupfer pro Windrad eingesetzt und bis zu 1 Tonne Neodym! Keiner fragt, wie das abgebaut wird und mit welchen Folgen. Ein Problem in naher Zukunft entsteht noch, wenn das Elektroauto mal verschlissen ist. Laut „Guardian“ werden in der EU nur etwa fünf Prozent der Lithium-Ionen-Batterien recycelt, mit der Schwierigkeit, reines Lithium wieder zu gewinnen. Wohin mit dem Müll? Wohin mit den Altlasten? Ist das dann das gewünschte Ende des Individualverkehrs? Fazit: Betrachtet man all diese Aspekte, so ist das Fahren eines E-Mobils umweltschädlicher als das Fahren eines Autos mit Verbrennungsmotor. Da die Umweltsünden der Rohstoffgewinnung territorial weit weg sind und wir die Energiewende auch hinsichtlich der Kohle als notwendig zu schluckende Pille verkauft bekommen, liegt es nun an Ihnen, diese Pille auch zu schlucken. Guten Appetit teure Zukunft. ó Wilhelm-Rafael Garth & Prof. Arnd Joachim Garth 65 PT-MAGAZIN 2/2019 Lifestyle | Auto Salzhügel am Salar de Uyuni in Bolivien. Der See beherbergt eines der weltweit größten Lithiumvorkommen. Es wird auf etwa 5,4 Millionen Tonnen geschätzt, innerhalb einer Salzmenge von wenigstens zehn Milliarden Tonnen, von der jährlich 25.000 Tonnen abgebaut werden. © Luca Galuzzi, http://www.galuzzi.it, Wikimedia, (CC BY-SA 2.5)

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