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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft

Wirtschaft PT-MAGAZIN 2/2016 54 Je länger, desto besser Die Präsenz am Arbeitsplatz ist nicht direkt proportional zur Produktivität „Jeder 3. Deutsche arbeitet zu viel!“ – Diese Schlagzeile prangte jüngst unter zwölf mehr oder weniger leicht bekleideten Damen, die sich für den Titel „Bild-Girl des Jahres 2015“ beworben hatten. Glaubt man der Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), auf die sich die Schlagzeile bezieht, dann sieht die deutsche Arbeitswelt nicht so sexy aus. Jeder dritte Vollbeschäftigte arbeite mehr als 45 Stunden pro Woche. Jeder sechste arbeite sogar mehr als 48 Stunden. „Der DGB zieht aus seinem Befund den richtigen Schluss: Arbeitnehmer sollten ihre Arbeitszeit flexibler gestalten können als bisher. Allerdings brauchen wir dafür nicht neue Regeln, wie der DGB reflexartig fordert“, sagt der Personalexperte Michael Zondler, Chef des Beratungsunternehmens centomo. Das Grundproblem sieht Zondler darin, dass Deutschlands Unternehmen häufig nicht im digitalen, sondern im Fabrikzeitalter angesiedelt seien. „Arbeitnehmer werden häufig nicht nach ihrer Produktivität, sondern nach ihrer Präsenz bewertet. Derjenige, der die meisten Stunden im Büro verbringt, gilt oft als der Beste und Fleißigste. Dabei kann ein Arbeitnehmer viel wertvoller für sein Unternehmen sein, der sein Arbeitspensum in kürzerer Zeit bewältigt“, sagt der centomo-Geschäftsführer. Nicht nur Stress, auch Langeweile kann ernsthaft krank machen Dabei gehe es nicht darum, den Druck zu erhöhen und die Daumenschrauben anzuziehen. „In Deutschland kommt es immer gut an, wenn man über zu viel Stress klagt. Wer zugibt, dass er sich langweilt und viel Zeit im Büro mit privaten Dingen oder Surfen im Internet verbringt, erntet eher skeptische Blicke. Die Süddeutsche Zeitung hat kürzlich berichtet, dass sich elf Prozent der Berufstätigen in unserem Land bei der Arbeit unterfordert fühlen. Dies sei die beste Voraussetzung für einen Bore- Out. In deutschen Büros werde Leistung immer noch in Form von Anwesenheit gewertet. Eineinhalb bis drei Stunden Arbeitszeit verbrächten Angestellte im Schnitt pro Tag mit Nichtstun oder Privatem. Dieses Problem müssen wir angehen und beseitigen, unter anderem durch eine andere Art der Personalführung, die Mitarbeitern Freiräume gewährt und Vertrauen höher wertet als Kontrolle“, so Zondler. Langeweile am Arbeitsplatz macht langfristig krank und führt zu negativem Stress und Erschöpfungssyndromen. „Es ist tatsächlich so, dass wir eine optimale Form von Stress brauchen. Wir haben eine Stressform, die uns guttut, wenn wir gefordert sind“, weiß der Facharzt für psychosomatische Medizin, Wolfgang Merkle. Jim Thompson, weltbekannter Autor amerikanischer Noir-Romane (z. B. „Getaway“ mit Steve McQueen und Ali Macgraw), hat das Phänomen permanenter Unterforderung, durch die sich Arbeitnehmer wie in einem Hamsterrad befinden, in seinem Thriller „Der Mörder in mir“ plastisch beschrieben: „Es gibt ja verschiedene Sorten von Faulheit. Es gibt Typen, die überhaupt keine Lust zu Arbeiten haben, und es gibt welche, die es einfach nicht fertigbringen, die ausgefahrenen Gleise zu verlassen. Du nimmst einen Job an. Nur vorübergehend, denkst Du, aber dann bleibst Du dabei. Du brauchst noch ein bisschen Geld, ehe Du den Absprung wagen kannst. Und außerdem kannst Du Dich nicht recht entscheiden, wohin der Sprung gehen soll.“ Den Sprung ins Ungewisse wagen Damit der „Sprung“ in die richtige Richtung geht, müssten sich Arbeitnehmer und Führungskräfte ihrer Verantwortung bewusst sein, sagt Zondler. „Beide Gruppen sollten in regelmäßigen Personalgesprächen abklopfen, ob das Arbeitsverhältnis noch zur beiderseitigen Zufriedenheit verläuft, oder ob man nicht durch neue und positive Leistungsanreize und Herausforderung die Spannung aufrechterhalten kann. Leider verwechseln manche Chefs eine Art Friedhofsruhe ihrer Mitarbeiter häufig mit deren Zufriedenheit. Dabei brodelt es innerlich. Aber auch der einzelne Arbeitnehmer ist gefragt. Er sollte Defizite offen ansprechen und sich um Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen kümmern. Außerdem ist der Job nicht alles. Manchmal helfen schon ein neues Hobby oder mehr Sport, damit die Zufriedenheit auch im Beruf wieder ansteigt. Wenn das alles nicht hilft, sollte man sich externe Hilfe holen und einen Coach oder einen Berater kontaktieren. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, und ein neuer Kontakt von außen kann ein wichtiger Anstoß für eine berufliche oder auch private Neuorientierung sein. Ganz schnell muss aber auch das Tabu weg, dass nur Stress krank machen kann, nicht Langeweile.“ ó Über den Autor Ansgar Lange Ansgar Lange ist als Journalist und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig, war eine Zeit lang Chefredakteur der Zeitschrift Criticón und publiziert in Wirtschaftsmedien wie dem P.T. Magazin sowie Wirtschaftsbild, eigentümlich frei und anderen. Bild: Sergey Nivens/fotolia.com

Direkt Marketing Center der Deutschen Post Profiwissen zum Nulltarif Dass die Deutsche Post AG Briefe und Pakete zuverlässig von einem Ort zum anderen transportiert, weiß jedes Kind. Dass sich die bundesweit 27 Direkt Marketing Center in den letzten Jahren zu bedeutenden Seminaranbietern entwickelt haben, ist nicht annähernd so bekannt. Allein im letzten Jahr haben die Direkt Marketing Center der Deutschen Post AG ca. 600 Veranstaltungen mit mehr als 18.000 mittelständischen Teilnehmern durchgeführt. Inhaltlich geht es dabei regelmäßig um Marketing und Vertrieb, aber auch um allgemeine Managementthemen. Für Postkunden sind diese Seminare willkommene Gelegenheiten, sich kompaktes Fachwissen und das Know-how der Kommunikationsexperten der Post zu erschließen. Highlight der Veranstaltungen ist z. B. das Bayerische Mittelstandsforum, das in diesem Jahr am 21. April in Germering bei München stattfindet. Drei Schwergewichte aus der bundesdeutschen Seminarlandschaft bilden das Rückgrat der eintägigen Veranstaltung. Der Verkaufsexperte Martin Limbeck referiert zu dem Thema: „Nicht gekauft hat er schon – So denken Top-Verkäufer“. Der Bestsellerautor, Top-Speaker und Hardselling Experte vertritt die Auffassung, dass das Verkaufen lernbar ist. „Mittelfristig wird der Fleißige das Talent in den Sack stecken“, behauptet er und liefert in seinem Vortrag die erforderlichen Rezepturen. Prof. Dr. Axel Jockwer, ein Onliner der ersten Stunde, begleitete als Marketing Direktor den Aufstieg von Holiday- Check, dem größten deutschsprachigen Reiseportal. Sein Thema erklärt sich von selbst: „Mobile Marketing – Gewinner oder Verlierer, Sie entscheiden!“ Den Reigen der Top Speaker schließt Prof. Dr. Lothar Seiwert mit dem Thema „Simplify your Life“. Er ist der Experte zu den Themen Zeitmanagement und Work-Life-Balance, der praxiserprobte Regeln und sofort umsetzbare Tipps für ein sinnvolles Leben vermittelt. Praxisorientierte Workshops befassen sich mit aktuellen Fragestellungen aus den Bereichen Kommunikation und Werbung. • Wie funktionieren eigentlich Werbebriefe? Es ist eine Binsenweisheit, dass nur wirkt, was auch wahrgenommen wird. Und genau darum geht es in diesem Vortrag: Wie schaffen Sie es heute, dass Ihre Werbebriefe geöffnet und gelesen werden. Wie muss ein Werbebrief aufgebaut und gestaltet sein, dass er tatsächlich seinen Zweck erfüllt. Haben Sie Ihre Werbebriefe schon mit der Augenkamera testen lassen? Der Test verrät, wie Ihre Briefe und Prospekte gelesen werden, was wahrgenommen wird und was nicht. • Es ist besser, einen schlechten Werbebrief an die richtige Zielgruppe zu schicken, als einen beispielhaft gemachten Werbebrief an die falsche. Auf die Adresse und die richtige Zielgruppe kommt es also an! Entscheidend ist es, das Profil Ihrer Kunden zu kennen und herauszufinden, wo Sie neue Kunden mit gleichem Profil finden. • Sie haben keine Adressen? Und Sie wollen auch nicht adressiert werben? Dann ist die Haushaltswerbung Ihr Thema! Ganz egal, ob Sie die Zustellung Ihrer Werbesendung als Einzelstück oder kostengünstig und aufmerksamkeitsstark im Verbund mit anderen Werbemitteln wünschen – die Post bietet Ihnen ein maßgeschneidertes Konzept. • Die Zukunft der Kommunikation ist digital! Verschicken Sie Ihre Briefe doch einfach elektronisch! Den Brief erstellen Sie an Ihrem PC und schicken ihn elektronisch an die Post. Die druckt ihn aus, falzt und kuvertiert ihn. Die Zustellung erfolgt wie gewohnt durch den Briefträger. Sie verschicken Ihre Post bequem und sicher und sparen mit dem E-Postbrief sogar noch Porto. Vorträge und Seminare mit den skizzierten Inhalten finden das ganze Jahr über statt. Die Veranstaltungen sind speziell für mittelständische Unternehmen konzipiert. Interessiert? Dann gehen Sie im Internet auf die Seite www.direktmarketingcenter.de. Dort finden Sie die Kontaktdaten Ihres Direkt Marketing Centers und das Verzeichnis der Profiseminare der Deutschen Post. ó Wirtschaft PT-MAGAZIN 2/2016 55

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