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P.T. MAGAZIN 02/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft 46 Ich sehe

Wirtschaft 46 Ich sehe was, was du nicht siehst… …es ist groß, grün, wächst schnell und ist die Antwort auf viele Fragen im Bereich Nachhaltigkeit und Hausbau. Sein Name? Japanischer Staudenknöterich! Kaum eine Pflanze in Europa hat ein derart schlechtes Image wie der Japanische Staudenknöterich. Als extrem schnell wachsendes und schwer zu entfernendes Unkraut wuchert die Pflanze ganze Landstriche zu und gefährdet das ökologische Gleichgewicht. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn der Staudenknöterich bietet in wirtschaftlicher Hinsicht erstaunliches Potenzial, das keinesfalls ignoriert werden kann. Die Wurzel allen Übels Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) unter anderem auch Spieß- Knöterich, Japanischer Flügelknöterich bzw. Schirmknöterich genannt, ist eine sommergrüne und schnell wachsende Pflanze, die mit ihren hohlen und knotigen (daher Knöterich) Stängeln entfernt an Bambus erinnert. Auch was das Wachstum angeht, bestehen Parallelen zum Bambus: Der Staudenknöterich wächst bis zu 30cm am Tag und kann so innerhalb weniger Wochen seine durchschnittliche maximale Wuchshöhe von drei bis vier Metern erreichen. In Europa wurde das Gewächs um das Jahr 1820 eingeführt, vornehmlich als Zier- und Viehfutterpflanze, und in größerem Rahmen verbreitet. Dazu trugen in erheblichem Anteil auch Imker bei, da der Staudenknöterich mit seiner langen und üppigen Blüte eine hervorragende Bienenweide darstellt. Das Problem der Pflanze ist ihre Aggressivität. Als sogenannter Neophyt verdrängt sie überaus erfolgreich einheimische Pflanzen. Da sie sich mittels bis zu drei Meter tiefem Wurzelwerk verbreitet, gilt sie als praktisch unausrottbar. In der Schweiz und Großbritannien sind daher der Verkauf, die Vermehrung und die Anpflanzung des Japanischem Staudenknöterich bereits gesetzlich verboten, um seine weitere Ausbreitung zu stoppen. Allein in Großbritannien richten die mächtigen Wurzeln vor allem durch Zerstörung von Dämmen und Gleisanlagen jährliche Schäden von bis zu 180 Millionen Euro an. Auch in Deutschland hat schon vor zwölf Jahren der Naturschutzbund Deutschland NABU gesetzliche Regelungen vorgeschlagen, um die weitere Verbreitung des Japanischen Staudenknöterich im Freiland zu begrenzen. Als plötzlich außerhalb seiner Gartengrenze ein schnellwachsender Knöterich auftauchte und in wenigen Wochen mannshoch wucherte, wurde er aufmerksam. Gemeinsam mit einem japanischen Partner und der Tokai University Medical School Tokio erforschte er die Potenz der Pflanze zur Wandlung von CO2 zu Biomasse und Sauerstoff. Das Ergebnis überraschte: Es gibt keine einheimische Landpflanze, die zu ihrem Wachstum so effektiv Kohlendioxid in Biomasse umzusetzen in der Lage ist. Jede einzelne Pflanze dieser Spezies bindet bis zu 7,5 kg Kohlendioxid, während eine einheimische Birke pro Quadratmeter Laubfläche nur 2,2 kg binden kann. Aus Sicht des Klimaschutzes wäre es in höchstem Maße töricht, mit dem Knöterich unsere eigenen „Regenwälder“ zu bekämpfen. Baustoffrevolution Man sollte stattdessen versuchen, die offenbar unausrottbare Pflanze wirt- Steckbrief wirtschaftlicher Potenzen: Schwimmende Häuser durch Ummantelung Die „Regenwald-Pflanze“ Ist das richtig? Auf keinen Fall, meint der Leipziger Claus Reichert. In seinem Garten hatte er schon Gingko und Koreatanne der Knöterichstängel mit Leichtbeton Moos-, algen- und pilzabweisende Farben und Putze mithilfe des natürlichen Jungbrunnen-Stoffs Resveratrol, zum Beispiel zur natürlichen Bekämpfung von Krankenhauskeimen Nutzung des in höchster Konzentration vorkommenden Jungbrunnen-Stoffs Resveratrol in Pharmazie und Kosmetik stehen. Ein Gingko Dämmstoffe und Bauelemente für natürlichen Wärme- Biloba, der Doktorbaum, hat als einziger Baum und Schallschutz Erdbebensichere Bauelemente für Fertigteilhäuser durch den Atombombenabwurf in Hiroshima Biogas/Biokraftstoffproduktion, da die Pflanze Integration der Knöterichstängel überlebt. 3 bis 4mal so viel Energie enthält wie Mais Foto: © Gav / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 P.T. MAGAZIN 2/2015 Staudenknöteriche, eigentlich im ostasiatischen Raum heimisch, verbreiten sich rasant in nahezu allen europäischen Staaten, Kanada und den USA. Ihr aggressiver Wuchs verdrängt einheimische Gewächse, was vor allem in Zentraleuropa zu beobachten ist. schaftlich nutzbar zu machen. Denn der Japanische Staudenknöterich bietet trotz seiner ökologisch bedrohlichen Eigenschaften enormes wirtschaftliches und industrielles Potenzial. Gerade die bisher als schädlich eingestuften Eigenschaften der Pflanze lassen sich wirtschaftlicher Nutzung zuführen. So offenbart der Knöterich beispielsweise im Bereich des Hausbaus und der bauphysikalischen Technologien vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Als Teil von Leichtbetonbauelementen im Fertighausbau kann der Staudenknöterich als Bodenplatte, Wand- und Deckenbauteil oder als weiterer Fertighausbestandteil eingesetzt werden. Dabei bietet der Knöterich einen besonderen Vorzug: Green ® Natürlich gesunde Gelenke Verbreitung im Land bekannt Das Pflanzenmaterial übersteht eine Dampfhärtung, wie sie etwa bei Porenbetonbauteilen notwendig ist, ohne jegliche Einschränkungen. Durch die Beschaffenheit seiner Stängel (hohl) und zahlreiche Kammern innerhalb des Stängels ist der Knöterich zusätzlich ein hervorragender Schallschutz und übertrifft in diesem Bereich andere Gewächse wie den Bambus bei weitem. Gleichermaßen leistungsstark ist das Gewächs auch bei der Wärmedämmung und trägt dem Natürliche Gesundheitskonzepte aus einer Hand! cdVet Naturprodukte sind innovations- und marktführend im Bereich natürliche Tiergesundheitskonzepte. Die breite Produktpalette bietet Ihnen ® ein umfangreiches Ernährungs- und ® Natürliche BARFEN-Leicht gemacht Pflegesortiment für sämtliche Tierarten. Pferdegesundheit Weitere Themenmarken aus dem Hause cdVet finden Sie auf www.cdvet.de Verbreitung nach CGRS*-Kartierung Wärmeschutz im Sinne der Energiesparverordnung deutlich mehr Rechnung als herkömmliche Dämmelemente. Um bis zu 50% lassen sich mit Hilfe des Staudenknöterichs Wärme- und Schallschutz gegenüber herkömmlichen Bauweisen verbessern. Mit dem Knöterich lassen sich jedoch nicht nur Wärme- und Schallschutz verbessern, sondern gleichsam auch die Statik von Gebäuden. So steigert das vertikale Einbringen der ® Quelle: © M. Winter, J. Pergl, 2008 Grafik: J. Schulz / OPS Netzwerk GmbH Natürliche Tiergesundheit Pflege für Hund & Katze *ein europäisches Raster zur Erfassung der Artenvielfalt

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