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P.T. MAGAZIN 02/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Garantiert? Ist nichts

Garantiert? Ist nichts mehr. Warum Einlagensicherungen und Garantien bei Banken, Staatsanleihen und Versicherungen wertlos sind Bilder: Ken Teegardin / flickr.com, © Swapan / fotolia.com Wirtschaft 34 Quelle: © Statista 2014 Grafik: J. Schulz / OPS Netzwerk GmbH Alle Garantien, in deren Sicherheit man sich wiegt, haben keinen absoluten Wert. Denn all diese Garantien sind an Bedingungen geknüpft, an gesetzliche Rahmen, politische Rechtssicherheit und nicht zuletzt auch an das Ausfallrisiko des Garantiegebers. Die Suche nach „Total-Return-Investments“, bei denen man am Ende 100% seines Investments zurück bekommt, bedeutet in der Regel 40-800 Seiten Emissionsbedingungen lesen zu müssen. Das macht selten jemand, auch so gut wie kein Berater vor dem Verkauf dieser „Garantiezertifikate“. Erst am Ende der Laufzeit reibt sich der Anleger die Augen, wenn neben den bisweilen mehr als 8% Vertriebs- und Verwaltungskosten auch noch Einkommensteuer auf die Rückzahlung gefordert wird und das Investment von Anfang an nahezu sichere Verluste brachte. Unter Garantie hatte der Anleger etwas anderes verstanden. Welche Altersvorsorgeprodukte besitzen Sie? Lebensversicherung Riester-Rente Betriebliche Altersvorsorge Sonstiges Nichts Rürup-Rente Aktienfonds-Sparplan Banken-Sparplan 4% 16% 23% 11% 37% 35% 16% Anteil der Befragten in % 0 10 20 30 40 50 23 Prozent der befragten Personen waren der Meinung, dass jeder selbst durch private Altersvorsorge für eine angemessene Rente sorgen sollte. Garantiert gutes Ranking-Marketing der Vermögensverwalter Jahr für Jahr lassen sich Bankiers zu den besten Vermögensverwaltern küren. Die Fachpresse lässt sich das Ranking dabei durch Abnahme von Sonderdrucken oder Inserate bezahlen und die dem Leser garantierte Mühelosigkeit für die sorgenfreie Auswahl eines Bankhauses oder Vermögensverwalters erweist sich spätestens dann als Irrtum, wenn die eine oder andere dubiose Duftspur ruchbar wird. Denn erst eine genaue Analyse der Konditionen und Geschäftsmodelle lässt erahnen, wo mehr Schein als Sein dahinter steckt. 44% Garantiert zu wenig Eigenkapital Angeblich aus Wettbewerbsgründen hat die EU die Vorschriften zur Solvabilität (Eigenmittelausstattung) von Banken gelockert. Nötig wäre stattdessen eher eine Verschärfung gewesen. Somit trägt der Kunde das Risiko, dass seine Bank eingetretene Risiken – etwa in der Form von Spekulationsverlusten – nicht aus eigener Kraft ausgleichen kann. Die Möglichkeit, sich von einer Bank in eine Spielbank zu verwandeln, war Mitte 2002 durch das „Gesetz zur weiteren Fortentwicklung des Finanzplatzes Deutschland“ möglich geworden. Einlagensicherung der Privatbanken garantiert ohne Wert Im Nachgang zur Pleite der deutschen Tochtergesellschaft der Lehman-Brothers-Bank stellte das Landgericht Berlin 2010 fest: „Für Bankkunden besteht grundsätzlich kein Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Einlagensicherungsfonds der privaten Banken.“ Soweit die gesetzliche Einlagensicherung eingetreten ist, zeigt sich am Fall „Phoenix Kapitaldienst GmbH“, dass sich die Abwicklung praktisch über Jahre hinziehen kann – ohne Erstattung von entgangenen Zinsen, deklarierten Scheingewinne und außergerichtlichen Kosten. Die gute Absicht des Gesetzgebers besagt, dass seit Mitte 2009 die Auszahlung auf 30 Tage befristet wurde. Garantiert wird kein Bankenverband darüber Auskunft geben, wo sich denn der sogenannte Garantiefonds befindet, um wieviel Geld es sich handelt und wie es derzeit angelegt ist. Garantiert keine Gewährsträgerhaftung oder Anstaltslast Insbesondere im Bereich der Sparkassen garantiert der Staat seit Jahren nicht mehr für ausreichendes Eigenkapital. Die freiwillige gegenseitige Haftung innerhalb auch dieser Bankengruppe verbessert die Chance, von Insolvenzen nicht betroffen zu sein, im Ernstfall wird ein marodes Institut mit einem anderen zur Abwicklung verschmolzen. „Deutsche Sparer müssen sich keine Sorgen machen“, versicherte ein Sparkassen- Präsident. Das ist in etwa so, wie wenn der schwerkranke Patient zum Arzt geht und meint „Sagten Sie nicht vor 12 Monaten, ich müsste mir über meine Gesundheit keine Sorgen machen?" Worauf der Arzt antwortet: „Da war das ja auch noch so." Garantiert ist keine Garantieleistung in der Lebensversicherung Es gibt zahleiche Möglichkeiten bei Verschlechterung der Finanzlage des Lebensversicherers die Leistungen herabzusetzen: P.T. MAGAZIN 2/2015 P.T. MAGAZIN 2/2015 Worauf legen Sie bei Ihrer Altersvorsorge besonderen Wert? höchstmögliche Sicherheit höchstmögliche Renditechancen 32% 3% 15% ich weiß nicht / k. A. • Herabsetzung der künftigen laufenden Überschussbeteiligung (Wirkung auf Verminderung von Ablaufleistungen aus Überschüssen, Überschussrenten und auf nicht garantierte Prämienhöhe, soweit mit Überschüssen verrechnet) • Kürzung der noch nicht verbindlich zugesagten Schlussüberschüsse • Auflösung stiller Reserven mit der Folge der Verminderung der gesetzlichen Beteiligung an den Bewertungsreserven sowie Verminderung der Zinsüberschüsse • Zusätzliche Rückversicherung zur Erzielung erfolgswirksamer Rückversicherungsprovisionen, mit negativem Effekt auf künftige Kostenüberschüsse • Prämienerhöhungen (auch der garantierten Prämie) bzw. Herabsetzung künftiger und laufender garantierter Leistungen, soweit gesetzlich vorgesehen und vertraglich nicht ausgeschlossen • Auf ein Jahr befristete Herabsetzung auch der garantierten Rückkaufswerte 50% eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Renditenchancen Grafik: J. Schulz / OPS Netzwerk GmbH Quelle: GfK Jedem zweiten Deutschen ist eine „ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Renditechancen“ wichtig für ihre Altersvorsorge. Der Haken: Es gibt kaum noch Sicherheiten • Übertragung von Teilen der oder aller Versicherungsbestände auf einen anderen Versicherer • Übertragung der Versicherungsbestände auf Protektor, notfalls unter Kürzung der garantierten Leistungen um bis zu 5 % (Voraussetzung: sofern überhaupt durch die Branche finanzierbar) • Vorläufiges Zahlungsverbot auf Anordnung der Aufsichtsbehörde • Herabsetzung auch der garantierten Versicherungsleistungen durch die Aufsichtsbehörde im erforderlichen Umfang, entsprechend dem noch zur Verfügung stehenden Deckungskapital, § 89 II VAG zur Vermeidung einer Insolvenz • Insolvenz mit ggf. Beendigung der Versicherungsverträge und Auszahlung der jeweils noch vorhandenen Deckungsmittel. Einen Run auf Lebensversicherer müssen diese nicht fürchten, weil diese ja sofort zur Abwehr die Rückkaufswerte beliebig und je für ein Jahr befristet einfach per Vorstandsbeschluss ohne die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) herabsetzen können. WIR MACHEN IHRE VISION LEBENDIG Markenkommunikation Klassische Werbung vom CD bis zum Produktmarketing. Film & Video Produktion Von der Idee bis zur Realisierung. Vom Dreh bis zur 3D Animation. Übersetzungen Markenbotschaften in allen Sprachen. Von Finnisch bis Kantonesisch. Print Design Von der Anzeigengestaltung bis zum Hochglanzdruck im Magazin. Online Services Vom Web-Auftritt bis zur Online-Werbung. Markenkommunikation Film & Video Produktion Übersetzungen Print Design Online Services Meavision Media GmbH Godesberger Allee 73 53175 Bonn www.meavision.de Kontaktieren Sie uns T (0228) 94 905 - 0 E info@meavision.de

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