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P.T. MAGAZIN 02/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Mit „Soft“ alleine

Mit „Soft“ alleine geht es nicht Veränderungsmanagement im Mittelstand: eine Untersuchung kritischer Erfolgsfaktoren Wirtschaft (Foto: Igor Pastierovic) (Foto: Michal Koralewski/www.sxc.hu) Veränderungsmanagement („Change Management“) ist heutzutage allgegenwärtig in Unternehmen, da sich Organisationen fortwährend wandeln und anpassen müssen, um am Markt bestehen zu können. Dies betrifft nicht nur Großkonzerne sondern im Speziellen auch mittelständische Unternehmen. Die Fähigkeit Veränderungsinitiativen effektiv zu führen, ist Voraussetzung für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Veränderungsprojekte bergen jedoch eine Vielzahl von Herausforderungen. Studien zeigen auf, dass die meisten Veränderungsinitiativen die gesetzten Ziele im Hinblick auf Inhalt, Budget und Zeit verfehlen. Trotz der Tatsache, dass mittelständische Unternehmen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden, liegen bisher nur wenige Forschungsergebnisse in Bezug auf Veränderungsmanagement innerhalb dieser Unternehmen vor. Bedeutung unabhängig von Branche Das Untersuchungsprojekt entstand im Rahmen einer Master-Thesis an der Hochschule Heilbronn in Kooperation mit der Oskar-Patzelt-Stiftung. Hierfür wurden 1.219 mittelständische Unternehmen aus der gesamten Bundesrepublik gebeten an einer Online-Befragung teilzunehmen. Die Teilnehmer der Studie waren allesamt Unternehmen, die für den „Großen Preis des Mittelstandes“ 2011 nominiert waren oder bereits in früheren Jahren mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Die Daten wurden im Veränderung kommt vor Erfolg: Dr. Claus Butze, ehemals Betriebsleiter für 6.000 Mitarbeiter, gründete 1990 „in der Garage“. Heute führt er einen Fachgroßhandel für Reinigungs- und Hygienebedarf, hat einen Dreiseithof zum Hotel ausgebaut und ein überregionales Schulungszentrum aufgebaut. Sommer 2011 erhoben und 416 Befragte, vornehmlich aus der obersten Führungsebene der Unternehmen, nahmen an der Studie teil. Die Rücklaufquote von 34% liegt damit deutlich über denen anderer empirischer Studien von 10% bis 20%. Der Großteil der Unternehmen (91%) gab in der Studie an, Erfahrungen mit umfassenden und tiefgreifenden Veränderungsprojekten in den vergangenen fünf Jahren gemacht zu haben. Dieses Resultat ist vergleichbar mit den Ergebnissen anderer Studien und lässt darauf schließen, dass Veränderungsmanagement auch für mittelständische Unternehmen von hoher und andauernder Bedeutung ist. Nur 12 Prozent erreichen alle Ziele Trotz der Tatsache, dass die Mehrzahl der Unternehmen über Erfahrungen im Umgang mit Veränderungsprojekten verfügt, stoßen die meisten dieser Initiativen bei der Umsetzung auf Probleme. Verdeutlichen lässt sich dies an den drei Zieldimensionen Inhalt, Budget und Zeit. Bei den befragten Unternehmen zeigte sich, dass die inhaltlichen Ziele mit 47% am häufigsten erreicht werden, aber damit letztlich auch nur bei jedem zweiten Unternehmen. Jeweils nur zu ungefähr einem Drittel werden die zeitlichen Ziele (32%) und die Budget Ziele (35%) eingehalten. Bemerkenswert ist: Nur 12% aller Veränderungsinitiativen erreichen alle drei Ziele. Somit wurde bei 88% der Projekte mindestens eines der Ziele verfehlt. Im schlimmsten Fall, und dies war bei 34% das Resultat, wurde sogar keines der drei Ziele erreicht. Dies verdeutlicht, dass offensichtlich noch erhebliches Verbesserungspotenzial im Bereich des Veränderungsmanagement auch für mittelständische Unternehmen besteht. Mischung aus harten und weichen Faktoren Im Gegensatz zu anderen Studien im Bereich des Veränderungsmanagements identifizierten diese Teilnehmer eine Mischung aus harten und weichen Faktoren als ausschlaggebend für den Erfolg einer Veränderungsinitiative. Faktoren wie „Unterstützung und Commitment durch das Management“, „Mitarbeitereinbindung“ und „Kommunikation“, die üblicherweise als am wichtigsten erachtet werden, sind auch für mittelständische Unternehmen von hoher Bedeutung, stehen aber nicht an der Spitze. Eine denkbare Erklärung hierfür ist die spezifische Struktur mittelständischer Unternehmen. Im Vergleich zu Großunternehmen besitzen mittelständische Unternehmen oftmals (noch) nicht über die flankierenden organisatorischen Prozesse, die das Veränderungsmanagement erleichtern. Andererseits liegen ihre Vorteile in der stärkeren Identifikation der Führungskräfte und der größeren Nähe zu den Mitarbeitern. Über die Autoren Unabhängiges und beratendes Ingenieurbüro Bundesweit und international tätig Verlässlicher Partner für optimale Qualität und wirtschaftliche Lösungen Keine Patentlösung Für den Erfolg von Veränderungsprojekten gibt es keine Patentlösung. Die Ergebnisse der Studie zeigen die Faktoren aus der Sicht erfolgreicher Unternehmen. Sie können damit als Ausgangspunkt bei eigenen Veränderungsprojekten dienen, um die eigene Position realitätsnah einzuschätzen und die Erfolgsquote der Umsetzung zu erhöhen. n Prof. Dr. Roland Alter und Tim Fritzenschaft n Prof. Dr. Roland Alter (links) hat die Professur für Organisation und Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Heilbronn inne und leitet den Masterstudiengang in Unternehmensführung n Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Oskar-Patzelt-Stiftung n Tim Fritzenschaft (rechts) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Heilbronn im Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung n Er hat an der Hochschule Heilbronn (B.A. und M.A.) und an der University of West London (M.Sc.) studiert. 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