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P.T. MAGAZIN 02/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Gesellschaft (Bild:

Gesellschaft (Bild: massgeschneidert/pixelio.de) Nicht nur Arbeiten aus Freude und für Anerkennung, sondern auch die geselligen Kontakte schätzt Jan an seinem Lebensstiel. Er hat schon oft von den herrlichen Einkaufs-/ Unterhaltungs- und Kulturzentren verschiedenster Couleur, von ausgedehnten Thermen und Bäderarealen, von den verschiedensten Sportanlagen in den vielen unterirdischen Ebenen unter Brach gehört. Einige hat er auch früher schon einmal besucht. Sein Apartment wird im 24. Stockwerk montiert, also in ca. 170 Metern Höhe. In seiner Siedlung stehen – in angemessenen Abstand - viele Häuser, oder soll er sagen Apartmenthochsiedlungen. Die einzelnen Häuser sind ca. 300 Meter hoch. Jan ist übrigens recht zufrieden mit seinen Arbeitsleistungen. Wenn es so weiter geht, wird er im nächs ten Jahr seine erste gehobene öffentliche Ehrung und Anerkennung erhalten. Nun ja, dies allein wäre ihm eigentlich egal. Obwohl, wenn er nun so nachdenkt, das Lob tut eigentlich schon auch gut. Viele schaffen den Aufstieg Jan hat damit dann auch die zusätzliche Möglichkeit, ihm bisher verschlossene, besonders verantwortungsvolle Aufgaben anzunehmen. Natürlich erhält er - damit verbunden - zukünftig Einladungen zu Kreisen und Veranstaltungen, zu denen man normal nicht so ohne weiteres kommt. In der Regel trifft man bei den entsprechenden Veranstaltungen Menschen, Honoratioren, die gleich hohe Anerkennungswerte erreicht haben. Nicht jeder hat die Gelegenheit. Nun ja, das, was Jan nun dann demnächst erreicht, schaffen noch viele. Aber nicht wenige bauchen dazu schon einige Jahre länger. Es gibt natürlich auch Schnellere. Geld ist glücklicherweise schon abgeschafft Unmöglich, denkt Jan, wo er so an seine Aktivitäten und deren Anerkennung denkt, dass in früheren Zeiten Menschen für Geld arbeiten mussten. Und viele Dinge konnte man sich damals nur mit Geld leisten. Barbarisch. Was war mit denjenigen, die zu wenig Geld hatten, oder die etwa keine bezahlte Arbeit fanden. Ein- Erinnert Sie das an Ihr Erspartes? Inflation, Staatsverschuldung und Euro-Krise können das Kapital auf Ihrem Konto zum Schmelzen bringen. Finden Sie mit uns eine Strategie, mit der Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. fach barbarisch, alleine die Vorstellung tut schon weh. Geld ist glücklicherweise schon seit längerem abgeschafft. Heute bedient sich jeder mit dem, was er möchte. Und wo Ressourcen beschränkt sind, wie beispielsweise besondere Wohnlagen, muss man halt warten. Selbstverständlich ist alles, was man benötigt und nutzt, persönliches Eigentum. Wenn man in eine neue Wohnung zieht, also die bisherige nicht mitnimmt - dies geht ja auch gar nicht mit jeder Wohnung - wird diese automatisch nach dem Auszug für einen anderen Nutzer und neuen Eigentümer freigestellt. Notwendige Renovierungen werden von entsprechenden Spezialisten durchgeführt. Die Leute freuen sich auf solche Tätigkeiten. Je nach Angebot und Nachfrage sind sie mit verschieden hohen Anerkennungswerten versehen. Ein toller Marktmechanismus, mit welchem sich für jede – und sei sie noch so obskur – Tätigkeit rasch Menschen, Teams oder komplette größere Organisationen finden, die sie gerne erledigen wollen. Niemand ist genötigt zu arbeiten Unternehmer schaffen und kreieren – wie der Name schon sagt - ständig neue Aktivitäten, Teams, Organisationen und Unternehmungen. Manager managen und organisieren das Ganze, Führungskräfte führen die Mitarbeiter und Verwalter verwalten die Aktivitäten. Und ausgebildete Spezialisten führen die einzelnen Arbeiten aus. Für nahezu fast alle Tätigkeiten gibt es, je nach Angebot und Nachfrage modifiziert, in der Höhe schwankend, Anerkennungswerte. Niemand ist auch nur im Geringsten genötigt, zu arbeiten. Allerdings ist mittlerweile weitgehend anerkannt und allgemein bekannt, dass es mit zum Unangenehmsten gehört, nichts zu tun zu haben. Menschen die Unikate erzeugen, Einmaliges, wie z.B. viele der Künstler, handeln ihre Erzeugnisse. So entstehen direkte oder indirekte Tauschgeschäfte. Indirekt entsteht damit neu eine Art von Geld. Allerdings halt nur für solche Dinge, die man nicht direkt zum Leben - auch nicht zum luxuriösen Leben - benötigt. Hobby Vogelflug Jedenfalls, um seine Gedanken noch einmal auf seine zukünftige Heimat Brach zu lenken, freut sich Jahn schon. Dort kann und wird er sich wieder seinem früheren Hobby, dem Vogelflug widmen. Diese Flugrucksäcke sind schon tolle Vehikel. Man zieht sie an wie einen Rucksack, oder ganz früher wie Fall- oder Gleitschirme. Sobald man den Rucksack dann aktiviert, entfalten sich zwei Flügel, wie bei einem Vogel. Mit diesen kann man bequem - mit entsprechenden Bewegungen der Arme und Finger - fliegen. Simultanübersetzungschips So hofft Jan, auch schon bald neue soziale Kontakte und Freunde zu finden. In diesen großen Metropolen leben ja Menschen sämtlicher Ethnien mit sämtlichen Sprachen, die es nur irgendwo auf der Erde gibt. Die Unterhaltung ist dank der ausgereiften Simultanübersetzungschips kein Problem. Jeder Mensch hat sich solch ein Chip im Ohr befestigt - einfach mittels Ankleben. So in Gedanken seine zukünftigen Aktivitäten resümierend, fragt sich Jan gerade, ob sich etwa die Menschen der Vergangenheit, z.B. diejenigen in den ersten Dekaden des 21. Jahrhunderts – als die meisten der heute ausgereiften Technologien in ihren Grundlagen schon bekannt waren - ihre zukünftige Zivilisation, also die heutige Lebensweise, hätten prophezeien können? n Dr.-Ing. Walter Tritt Über den Autor n Dr.-Ing. Walter Tritt arbeitet an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes n Außerdem ist er Autor des Buches „Service-Management. Prozesse, Strukturen, Logistik“ (ISBN 3-7844-7403-9), das im Langen/Müller - Verlag erschien Filiale Auerbach ∙ Nicolaistraße 10 ∙ Telefon (0 37 44) 35 10-0 Filiale Markneukirchen ∙ Oberer Markt 5 ∙ Telefon (03 74 22) 7 49 03-0 Filiale Treuen ∙ Kirchgasse 1 ∙ Telefon (03 74 68) 67 80-7 www.merkur-bank.de 2/2012 P.T. MAGAZIN 13

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