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PT-Magazin 01 2018

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

PT-MAGAZIN 1/2018 Wirtschaft 46 © zsv3207 - stock.adobe.com Risiko Patentstreit Ein Beispiel für ein Risiko, das unter anderem für mittelständische und kleine Unternehmen von großer Bedeutung sein kann, ist ein Patentstreit. Gerade wenn ein deutlich größerer Mitbewerber patentrechtliche Schritte unternimmt – vielleicht sogar mit nur fadenscheinigen Vorwürfen – kann das den kleineren Betrieb schnell finanziell unter Druck setzen. Denn selbst wenn durch einen Vergleich die Sache aus der Welt geschafft werden kann, muss das Unternehmen einen gewissen Betrag in die Hand nehmen. Aber auch Rückrufaktionen im Einzelhandel, bei denen ein Produkt schnellstmöglich vom Markt genommen werden muss – sei es wegen Mängeln oder weil das Design zu sehr einem Markenprodukt ähnelt – können sehr kostspielig werden. Daher ist es wichtig, sich schon im Vorfeld Gedanken zu machen, ob solche oder andere Risiken bestehen und wie im Ernstfall damit umzugehen ist. Daneben müssen auch Notfallpläne, Verantwortlichkeiten sowie Regeln für die interne und externe Kommunikation entwickelt werden. Unterschätztes Risiko IT-Sicherheit Das meist unterschätzte Thema, wenn es um Risikomanagement geht, ist die IT-Sicherheit. Dies mag unter anderem daran liegen, dass nur rund 20 Prozent der Vorfälle technologische Ursachen haben, während 80 Prozent durch Anwenderfehler verursacht werden. Zwar ist eine gewisse Absicherung durch technologische Ansätze möglich, aber es lässt sich keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten. So gelangt etwa ein Verschlüsselungstrojaner ins Unternehmen, weil jemand den dubiosen Anhang einer E-Mail öffnet. Eine Firewall kann diese Situation nur bedingt verhindern. Hier ist jeder Anwender gefragt, kritisch mit solchen Dingen umzugehen. Doch die Erfahrung zeigt, dass sehr häufig Fehlbedienungen oder mangelndes Bewusstsein für die IT-Risiken zu massiven Schäden führen. Firmen müssen daher ihre Mitarbeiter schulen und kontinuierlich sensibilisieren. Dazu zählt, im Flugzeug nicht mehr die letzten Folien der Präsentation mit aktuellen Unternehmenszahlen und Details zu bearbeiten – und zwar ohne Sichtschutzfolie auf dem Display. Oder aber, sich während der Zugfahrt lautstark über vertrauliche oder schützenswerte Projekte oder Kunden zu unterhalten. Auf Reisen gilt es, auch weitere Vorkehrungen zu treffen. So sollten Laptops verschlüsselt sein und nach Möglichkeit immer im Handgepäck transportiert werden. Denn es ist bereits passiert, dass Geräte aus dem aufgegebenen Gepäck gestohlen oder mit einer Abhörwanze ausgestattet wurden. Gleiches gilt auch für Mobiltelefone, weshalb es in kritischen Bereichen durchaus üblich ist, dass vor einer Besprechung alle Handys eingesammelt werden. Manager, die beispielsweise nach Asien reisen, verwenden häufig „Einwegtelefone“, da es hier in einem unbeobachteten Moment passieren kann, dass ein Trojaner aufgespielt wird. Risiken für KMU Selbst wenn die Technologie auf dem neuesten Stand ist, kann es zu einem Cyberangriff kommen. Dieses Risiko sollten sich auch insbesondere KMU zu Herzen nehmen, die im Internet damit werben, besonders innovativ zu sein. Denn damit landen sie schnell auf dem Radar der Cyberkriminellen. Ein anderes Risiko, das besonders bei kleineren und mittelständischen Unternehmen große Bedeutung hat, ist der Unternehmerausfall. Denn der Chef ist hier meist der Dreh- und Angelpunkt aller Geschäfte. Er hat die meisten Kontakte, die Pins und Tans für Konten und ist damit für den Erfolg des Unternehmens unersetzlich. Fällt er aus – sei es durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall – kann schlimmstenfalls der Cashflow zusammenbrechen und dem Unternehmen somit eine Insolvenz drohen. Um dieses Risiko zu verringern, lässt etwa ein Unternehmer seine beiden Erben immer getrennt reisen, damit sie im Fall des Falles nicht beide verunglücken. Ein weiteres Risiko für KMU ist die Abhängigkeit von einem großen Auftraggeber. Resultieren über 40 Prozent des Umsatzes der Firma aus einem einzigen Kunden, kann es das Ende bedeuten, wenn dieser seine Aufträge storniert oder den Vertrag kündigt. Solche Themen sollten sich Unternehmen kontinuierlich bewusstmachen und einen Plan entwickeln, wie auf das jeweilige Risiko an sich oder auf das Eintreten des Ernstfalls zu reagieren ist. Zertifizierung – ja oder nein? Genau wie bei allen ISO Normen können sich Unternehmen entscheiden, ob sie die Anforderungen der Risikomanagementnorm nur als Orientierungshilfe nutzen möchten, um sich möglichst gut aufzustellen, oder ob sie sich tatsächlich danach zertifizieren lassen. Eine Zertifizierung ist immer dann von großem Vorteil, wenn außenstehende Dritte überzeugt werden sollen, dass das Unternehmen sich tatsächlich systematisch mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Das kann beispielsweise ein Wirtschaftsprüfer sein oder die Bank, die vielleicht bessere Konditionen vergeben kann. ó Claus Engler, TÜV SÜD Management Service GmbH, München

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