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PT-Magazin_01_2017

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

PT-MAGAZIN 1/2017 Gesellschaft 8 Aus Ohnmacht wird Wut Es war nur eine kurze Meldung auf n-tv-online am 20.10. 2016, 9.29 Uhr: Innenminister de Maiziere machten die Angstbürger Sorgen. Das Zunehmen von Angst obwohl es Deutschland so gut gehe, sei unverständlich, „Ich möchte, dass wir wieder mehr Zuversicht fassen“. Immer mehr „Warum?“ Nun könnte es sein, dass derjenige, dem selbst der Mut fehlt, keinen Mut machen kann. Wer hat jemals Mut von Politikern und Behörden erlebt, wenn es darum ging, sich mit großen mächtigen Interessengruppen anzulegen? Mit Banken, mit Bauern, mit der Autoindustrie, der Pharmaindustrie, der Chemieindustrie oder sonst einer Lobby, die Subventionen, Gesetzeslücken und Steuervorteile fordert und bekommt? Warum können die USA gegen kriminell handelnde Bankverantwortliche und Banken Milliardenstrafen verhängen, aber wir nicht? Wieso muss der Abgasskandal durch die USA aufgedeckt werden? Ebenso der Schmiergeldskandal im internationalen Fußball? Beckenbauer sitzt hier. Warum können diverse ausländische Gruppen Gebiete bilden, wo die Polizei und Justiz nichts zu melden hat? Warum ist die Bundeswehr unfähig, ohne Hilfe der USA unser Land zu verteidigen? Warum können ausländische Geheimdienste bei uns machen, was sie wollen? Wegen des großen Muts, der Fähigkeiten unserer Politiker und Behörden? Nun ja, es ist einfacher, Mittelständler mit Mindestlohnkontrolleuren zu quälen und Verkehrsteilnehmer mit Strafzetteln und Fahrverboten für Diesel usw. statt sich mit denen anzulegen, die sich wehren werden. Dabei geht die Demokratie „vor die Hunde“, sie wird in ihrem Wert herabgewürdigt, wenn die Gewählten nichts Sinnvolles aus ihrem Amt machen. Dann scheint es vielen Wählern eine letzte Rettung zu sein, gar nicht oder eher hässliche und diktatorische Gestalten zu wählen. Mit Mistgabel und Fackel Am Tag der Mitteilung über die Angstsorgen des Innenministers berichtete n-tvonline, dass Donald Trump in der letzten Fernsehdebatte Hillary Clinton vorgeworfen habe, sie habe in 30 Jahren in der Politik nur geredet, nichts getan, schlecht für das Land. Ebenfalls am selben Tag lauteten zwei weitere Schlagzeilen: „BKA meldet 800 Angriffe auf Flüchtlingsheime“ und „Reichsbürger schießt auf Polizisten“. Eine ARD-Reportage aus dem US-Wahlkampf zeigt einen Radiomoderator und Trump-Anhänger, der verkündet, hier, auf dem Land nehme man die Mistgabel in die eine und die Fackel in die andere Hand und wolle nach Washington, dort alles niederbrennen. „Zerrissenheit“ ist das Stichwort vieler Reportagen über die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, von den Bürgerkriegen in der Ukraine, Syrien, Jemen, Libyen, Irak etc. ganz zu schweigen. Wie der Bundesinnenminister vertraut die herrschende Gruppierung, Parteiestablishment und Mainstreammedien, offenbar immer noch auf eine bessere Psychomanipulation zur Erlangung von Angstfreiheit, während die Fundamentalopposition Taten vermisst und diese im Zweifel selbst begeht. Das erleichtert wiederum den Etablierten, die Oppositionellen als „Bösewichter“ darzustellen und die eigentlich angegriffene falsche Politik beizubehalten. So ändert sich nichts, der Streit schwelt und eskaliert weiter. Die Etablierten fürchten sich vor denen „da unten“ und lehnen es ab, diesen Macht abzugeben. Die da unten sehen immer mehr in der Revolution (mit Beseitigung der Etablierten) und nicht in Reformen die Lösung. Die G-20 Chefs des Jahres 2015 „Neorömische“ Lösung Diese Situation ist nicht neu. In den USA führte die Große Depression 1930 ff. zum Erstarken radikaler Organisationen, die ebenfalls nach Washington marschieren und putschen wollten. Nationalsozialisten erstarkten mit der Wirtschaftskrise nicht nur in Deutschland, sondern auch den USA, Frankreich, Großbritannien usw., gleiches gilt für die Kommunisten. Seit der Finanzkrise von 2008 versucht man in den alten Industriestaaten, das Abgleiten in eine große Depression mit allen bekannten Folgen in Punkto Niedergang, Radikalisierung usw. „neorömisch“ zu lösen: Alle sollen „Brot und Spiele“ haben, Sozialhilfe und Multimediaentertainment. Die Staaten verschulden sich immer mehr. Finanziert wird das durch die Zentralbanken, die das Schuldenmachen durch manipulierte Niedrigzinsen und Anleihekäufe ermöglichen, was wiederum mit der schleichenden Enteignung der Sparer und Lebensversicherungskunden sowie Abgabenerhöhungen finanziert wird. Die Zahl der vom Abstieg Betroffenen erhöht sich mit diesen Enteignungen. Selbst niedrige Zinsen plus niedriger Ölpreis vermochten in den alten Industriestaaten kein nennenswertes Wachstum zu erzeugen. Dem Bürger ohne vertiefte Kenntnisse fällt auf, was er in seinem Umfeld feststellt: Die Bahn fuhr früher besser, pünktlicher und häufiger. Die Post funktionierte, Straßen waren in Ordnung, Schulen auch, Telefonieren funktionierte einfach und die Bank erledigte alles für den Kunden statt es ihn selbst machen zu lassen. Der nächste Polizist kam schnell um die Ecke. Man konnte planen, Arbeitsstellen waren Gewissheit, mal was „schwarz“ dazuverdienen war unproblematisch, Staatsknete beantragen unnötig. Alles vorbei. Bereits in der Arbeit von Arzt „Der Ruf nach Recht und Ordnung“ (Erstausgabe 1976) ist beschrieben, dass der von Verschlechterung und Angst bedrohte Bürger nicht © DonkeyHotey, FlickR, CC BY-SA 2.0

Sozialhilfe und Multimediaentertainment als moderne „Brot und Spiele“ beruhigen nicht mehr Über den Autor Dr. Volker Gallandi ist Rechtsanwalt und Buchautor. Er beschäftigt sich unter anderem mit Staatsschutzdelikten und Pressefreiheit. Seine Kanzlei sitzt im Hessischen Gorxheimertal. PT-MAGAZIN 1/2017 Systeme oder Strukturen, sondern Personen für seine Lage verantwortlich macht: französische Arbeiter verprügeln den Firmenchef, Demonstranten beschimpfen Merkel und man hat Angst vor „Ausländern“, „Flüchtlingen“, „Kriminellen“. Politiker lenken von sich ab und benennen Sündenböcke, „Juden“, „Muslime“ usw. Das löst, wie man weiß, die zugrunde liegenden Probleme auch nicht. Die Verschwendung von Steuergeldern bleibt, im Gegensatz zur Steuerhinterziehung, weiter sanktionslos. Es gibt keine persönliche Haftung von Ministern, Beamten usw., sie dürfen gleichsam verantwortungslos handeln. Kritik bleibt meist folgenlos. Im Fernsehen fragen historische Sendungen, wie es sein konnte, dass die Deutschen Hitler folgten, aber wir haben längst wieder eine Kultur der „Follower“, des „Likes“, der Political Correctness, die Mut erstickt. Anders gesagt: Nur eine offene mutige Debatte, echte Abgabe von Macht, Transparenz und Partizipation können die beschriebene Struktur des großen Dilemmas der Angstgesellschaft langsam ändern. Oder bedarf es erst der Not, um erfinderisch zu werden? ó 9 Gesellschaft Wir sind Ihr Full-Service-Dienstleister und Berater im modernen Archivmanagement Auf über 125.000 m 2 lagern wir mehr als 6,5 Mio. Akten unserer Kunden aus ganz Deutschland. Wir lagern Ihre Akten geschützt vor Feuer und Wasser Eigenständige Brandabschnitte. Feuer im Container erlischt aufgrund Sauerstoffmangels. Räumliche Trennung aller Bestände mit eigenständigen Verschlusssystemen. Einbruch-/Brandmeldeanlagen nach VdS, digitale Videoüberwachung und Klimasensorik. Schutz durch wasserdichte aber atmungsaktive Konstruktion. Schutz vor Staub, Licht-und anderen Umwelteinflüssen. WWW.LAGER3000.DE Wiesenstraße 5-9 26215 Wiefelstede Telefon 04402 / 98 3000 info@lager3000.de

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