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PT-Magazin 01_2016_Immer wieder Neues wagen

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Selbstvertrauen adé?

Selbstvertrauen adé? Wenn Potenzial verkümmert statt sich zu entfalten Mitteldeutschland PT-MAGAZIN 1/2016 50 Ende Oktober trug der Gehirnforscher Professor Gerald Hüther im Industrieclub Sachsen vor. Er ermutigte zur Freude am eigenen Denken und zur Lust am gemeinsamen Gestalten. Forschungsergebnisse einerseits und die Praxis andererseits zeigen, dass erlerntes Wissen dann - und nur dann – zuverlässig abgespeichert und (auch nach absolvierter Prüfung) abrufbar bleibt, wenn Leidenschaft im Spiel ist. Wenn uns der Inhalt – oder auch der/die ihn uns Vermittelnde - emotional angenehm berührt oder fesselt, bleibt das Wissen „hängen“. Kinder sind von Natur aus neugierig und talentiert. Voller Spannung und Freude verfolgen sie jede ihrer Entdeckungen im Alltag. Es ist diese Begeisterung, die dazu führt, dass ihr kleiner Körper täglich fünfzig Mal und mehr mit einer - unsere Vitalität hervorragend stärkende – Biochemie, zum Beispiel mit Glückshormonen geflutet wird. Leider gehen Neugierde und Leidenschaft zu oft in der Schule verloren. Wir hörten und diskutierten an dem eingangs erwähnten Abend Ursachen und Handlungsoptionen. Mich erinnerte der rote Faden dieses Gedankenaustausches an die Historie der elektronischen Kommunikation: Wie großartig empfand ich es, Anfang der 90igerJahre endlich über ein Mobiltelefon zu verfügen. Ich war damals geschäftlich viel unterwegs. Das Mobiltelefon ermöglichte es mir zum Beispiel, Auftraggeber, Geschäftspartner oder meine Familie über Verzögerungen, ausgelöst durch Staus zu informieren. Gemeinsam ersparten wir uns unnötige Sorgen, Peinlichkeiten oder Ärger. Welche Erleichterung! Und heute? Wie selten erreichen wir mit unserem ersten Anruf noch den Angerufenen? Galt mobile Erreichbarkeit seinerzeit als Luxus, schätzen wir inzwischen die Pausen von Nichterreichbarkeit weit mehr. Kann es sein, dass wir immer weniger über Sinn und Zweck unserer Kommunikation und über den dafür optimal geeigneten Kanal nachdenken? … Natürlich sind Taschenrechner nützlich. Dennoch hat es jeder selbst in der Hand, ob er/sie deshalb mit dem Kopfrechnen aufhört oder es von vorn herein sein lässt, das überhaupt lernen. Selbstverständlich helfen Navigationssysteme uns, zum Beispiel in fremden Städten ruhig und sicher unser Ziel anzusteuern. Jeder Einzelne von uns aber entscheidet, ob er trotzdem noch Himmelsrichtungen (er-)kennt. Oder: Nichts gegen SMS. Was aber, wenn „als Nebenwirkung“ das verständliche „auf-den-Punkt“-Formulieren auf der Strecke bleibt? Das sogenannte Internet der Dinge (Schon der Begriff assoziiert, dass es hier um Objekte geht.) „denkt“ und entscheidet für uns. Da signalisiert das Mobiltelefon, wann es nötig ist, das Fenster zum Lüften zu öffnen. Was hat der Mensch durchgemacht, der das braucht (weil er es von allein nicht mehr spürt)? Sicherheitstechnik in Autos ist ein Beispiel mit interessanten Ansätzen, aber auch Schattenseiten, die bereits ernsthafte Gefahren auslösten. Nur das beherzte Agieren von Menschen, unabhängig von Technik, bewahrte die Insassen im letzten Moment vor einer Tragödie. Ein Manko der meisten automatisierten Prozessabläufe (Ausnahmen bestätigen die Regel) besteht in der begrenzten Variantenvielfalt, die sie aktuell abbilden. Menschliche Kreativität dagegen beherrscht eine unendliche Variantenvielfalt an Optionen. Lassen Sie mich daher mutig behaupten, dass unser Gehirnpotenzial dem der sogenannten künstlichen Intelligenz deutlich überlegen ist. Das setzt jedoch voraus, dass wir es auch immer mehr und optimal erschließen. Dazu sollten wir den Systemanbieter kompletter Verpackungslösungen Industrie- und Gefahrgutverpackungen mit 25-jähriger Erfahrung u. a. in den Branchen 2010 ■ Chemische Industrie ■ Sonderabfallwirtschaft ■ Automobilindustrie ■ Elektronik und Feinmechanik Werner-Seelenbinder-Str. 9 09120 Chemnitz Telefon: 0371/27 18 40 Telefax: 0371/27 18 418 E-Mail: info@richter-hess.de www.richter-hess.de

Quelle: statista.com/infografik/4067/anzahl-der-operationenin-der-plastischen-chirurgie/“ title=“Infografik: Wo die Schönheitschirurgie boomt PT-MAGAZIN 1/2016 Glaubenssatz aufgeben, nur 10% unseres Gehirns nutzen zu können. „Brain- Gym“ sind Beispiele für Übungen, das zu erreichen. … Kürzlich wurde ich Zeugin eines Gespräches in privater Runde zwischen zwei Radiologen. Einer von ihnen, ein kurz vor der Pensionierung stehender Professor beklagte, dass er es vermisst, seine Patienten gar nicht mehr zu Gesicht zu bekommen. „Ich sitze in einem Raum und der Patient fünf Zimmer weiter, wo die Technik steht….“ Was, wenn dieser Technik ein Fehler unterläuft, so, wie es zum Beispiel Google kürzlich passierte, als seine GEO-Software den ISIS-Sitz im Pariser Todes-Theater verortete? Otto Heinrich Warburg erhielt 1931 für seine „Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments“ den Nobelpreis für Medizin. Wer von Ihnen verbindet seinen Namen mit den Ursachen von Krebs? Genau darum geht es. Auch andere, rund hundert Jahre alte wissenschaftliche Durchbrüche, wie zum Beispiel die Einsteins werden noch immer wenig „gelebt“. Was, wenn so manches einfacher ist als wir denken? Was veranlasst uns, eher die Schönheitschirurgie zu wählen als zunächst zu prüfen, welche Ausstrahlung von uns selbst ausgeht, wenn uns Gelassenheit, Charme und Lebensfreude auszeichnen? Wie oft folgen wir Gedanken Dritter, insbesondere denen aus Massenmedien, der Mode oder Werbekampagnen, statt unsere eigenen Gedanken zu entwickeln. Wo sind die mit dem Mut zum eigenen Weg? Wie viele verhalten sich eher wie ein Schaf in der Herde? Erinnern wir uns: Das menschliche Potenzial ist unendlich größer! Fazit: Fragen wir uns täglich, inwieweit ein Angebot, eine Organisation, die technische Infrastruktur, die Umgebung und die Beziehungskultur, in der wir uns aufhalten, menschlicher Potenzialentfaltung und damit der Evolution dient oder mehr dem der Ressourcennutzung. Unterscheiden wir zwischen beiden Begriffen! Nehmen wir nicht länger hin, dass Potenzial verkümmert oder völlig ungenutzt bleibt. Vertrauen wir uns selbst mehr und ermutigen wir andere, es auch zu tun. Nutzen wir Technik so, dass sie uns DIENT, uns entlastet, uns von Arbeiten befreit, die wir ungern tun, die uns schaden oder uns davon abhalten, kreativ zu sein. Wertschätzen wir uns dienende Technik hoch. Vermeiden wir es jedoch, uns von ihr abhängig zu machen, uns ihr blind hinzugeben, sie zu vergöttern oder in einer Weise als Statussymbol zu nutzen, bei der wir unser eigenes Licht unter den Scheffel stellen. Agieren wir und behandeln uns gegenseitig als Subjekte statt als Objekte. Erschließen wir im gemeinsamen Gestalten statt im pflichtbewussten Funktionieren unser Potenzial. Professor Hüther drückt es so aus: „Nur wir Menschen sind in der Lage, unsere Lebenswelt immer besser nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Indem wir uns aber immer perfekter an die so gestaltete Lebenswelt anpassen, verlieren wir allzu leicht auch unsere Fähigkeit, immer wieder nach neuen Wegen zu suchen und dabei aus den eigenen Fehlern zu lernen. Doch: Wir sind frei, wir haben die Wahl.“ ó Dr. Martina Dressel Über die Autorin Die Dresdnerin Martina Dressel, promovierte Ingenieurin, Fachübersetzerin, Hochschulpädagogin, referierte auch 2015 zum 7. Wirtschaftsforum der Oskar-Patzelt-Stiftung. www.martina-dressel.de

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