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P.T. MAGAZIN 01/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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Foto: geralt/pixabay.com/CC0 Public Domain Geld – Ein Naturphänomen Es gibt kaum etwas Ambivalenteres als Geld. In vielerlei Hinsicht. Patrick Hedfeld über die mehr als zwei Seiten einer Münze. Über den Autor Dr. Patrick Hedfeld, geboren in Frankfurt/ Main, ist studierter Physiker und Philosoph und wurde kürzlich mit einer Arbeit über Positionen der Kognitionswissenschaft in Hegels System promoviert. Wirtschaft 46 Der Begriff des Geldes hat seit der Finanzkrise verschiedene Diffamierungskampagnen hinter sich. Ähnlich wie der gesamte Kapitalismus, leidet auch schon die Begrifflichkeit „Geld“ unter den Auswirkungen der momentanen Debatte, dabei werden viele positive Aspekte übersehen und negative Aspekte dem Geld zugeschrieben. Ein paar Beispiele gefällig „Die Reichen kontrollieren die Schwachen“; „mit Geld kann man sich Gerechtigkeit kaufen“; „wird man reich geboren, kann man sich alles leisten, sogar Liebe“; und so weiter. Doch ist das, was da verhöhnt wird, wirklich Geld oder sind es die schlechten menschlichen Eigenschaften, die Reinigungs- und Desinfektionsautomaten Sichere Hygiene in der Medizintechnik dem Geld angedichtet werden Die Erschaffung des Geldes als Buchgeld aus dem Nichts kann nicht das Ziel eines guten Kapitalismus sein. Auch werden böse Menschen immer einen Weg finden, durch schlechte Taten Besitz unter ihre Kontrolle zu bringen. Da spielt das Geld keine Ausnahme, denn es kann genau auf die gleiche Weise gestohlen oder missbraucht werden, wie der Besitz selbst. Geld ist ein Ausdruck dafür, dass Menschen zusammenkommen und wirtschaften wollen, es ist ein Zeichen dafür, dass es einen Markt gibt, auf dem fair gehandelt und teilgenommen werden kann. Das Paradox aus Tauschwert und Gebrauchswert ist nicht schon bei Marx ein Thema, schon Pierre- Joseph Proudhon bezeichnet jede Form von Eigentum als Diebstahl. Auf der einen Seite steht der Gebrauchswert, der für den Menschen bzw. das Individuum wichtig ist. Auf der anderen Seite steht der Tauschwert, der auf dem Markt für die Händler und die Gesellschaft von Nutzen sein kann. In diesem Paradox würde ein Arbeiter nicht nur von seiner eigenen Schaffenskraft entfremdet werden, sondern der Geldfetisch, der zwischen den Waren als „Ware – Geld – Ware“ steht, würde dafür sorgen, dass Privateigentum und Geld die Arbeiterklasse unter den Zwang von Kapitalisten „Wenn du den Wert des Geldes kennenlernen willst, versuche, dir welches zu leihen.“ Benjamin Franklin bringen würden. Diese würden die einzelnen Arbeiter als Konkurrenz gegeneinander ausspielen und durch den Besitz des schlechten Geldes im Vorteil sein. Arbeiter würden nur noch für die Gesellschaft produzieren und können nicht mehr Herr ihrer eigenen Arbeit sein. Geld wird zu einem negativen Symbol für die sogenannte Arbeiterklasse, die besser am Umsturz der Kapitalisten arbeiten sollte. Die (B)Krücke zum Abstrakten Geld sollte nicht an dieser Stelle stehen, es kann viel mehr Positives für die Menschen leisten: Nicht erst Alfred Sohn-Rethel und Richard Seaford haben in ihren wissenschaftlichen Arbeiten gezeigt, dass Geld dafür gesorgt hat, gedankliche Abstraktionen voranzutreiben. Bereits im 7. Jahrhundert vor Christus kann man zeigen, dass Geld es schafft, die Naturphilosophie weiterzuentwickeln. Auf diese Weise schaffen die ersten Münzen etwas Großartiges: Abstraktes Denken, ungeachtet des jeweiligen stofflichen oder materiellen Besitzes, wird gefördert. Es bildet sich ein sogenannter „Geist-Geld-Zusammenhang“ aus, der durch die Geschichte nachgewiesen werden kann. Ähnliches hat die Herausbildung von Ästhetik bzw. die Kunst geleistet oder die Mode sowie die Werbung. Geld wird somit auch in gewisser Weise zum Kulturmittel, mindestens aber zum Kulturbeschleuniger. Aber was kann Geld noch Geld ist ein Tauschmittel. Spätestens bei einem Besuch in einem Geldmuseum lernt man die verschiedensten Formen dieses Tausches kennen: Da wurden Goldstücke und Muscheln gegen Werkzeuge und andere Produkte getauscht, die wiederum ein Maß für weitere Tauschaktionen waren. Denken wir einmal an die Mechanismen der Natur: Einzelne Bakterien tauschen zu ihrem Nutzen verschiedene Stoffe aus. Es gibt Hinweise darauf, dass Ameisen und Bienen nur deshalb Staatenbildung betreiben, da sie auf die jeweiligen Stoffe ihrer Austauschpartner angewiesen sind. Und was ist das anderes als Geld Stellen wir uns nur einmal kurz vor unserem geistigen Auge als eine Art Gedankenexperiment vor, dass wir nicht Münzen, Scheine, Buchgeld etc. austauschen würden, sondern lebensnotwendige Bestandteile unseres Lebensprozesses. Bereits die Technikphilosophie enthält viele Aspekte der sogenannten „Organprojektion“. Dabei wird der Schraubenzieher zum verlängerten Finger, die Transportwege und -straßen zu Lebensadern usw. Die Dinge um uns herum können nicht als Bedrohung, sondern als lebenswichtige Organe angesehen werden. Geld wäre in diesem Gedankengang folglich nichts anderes als ein weiterer Bestandteil unserer Fähigkeiten, die auf unsere Umwelt projiziert werden können. Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. wurden in China Kaurischnecken als Primitivgeld zur Bezahlung von Tauschhandeln genutzt. Führende sogenannte Neodarwinisten nennen Geld einen „Good Trick“, also etwas, dass nicht nur wir Menschen für uns gewinnen konnten, son- www.susa-sauer.de Bild: Niccolò Gualtieri/Wikimedia Commons/Public Domain dern etwas, was an vielen Stellen der gesamten Evolution vorgekommen ist und sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat. Verknüpft man diesen Gedanken mit der Fähigkeit des Geldes, unser Abstraktionsvermögen zu steigern, dann kann Geld sogar im menschlichen Evolutionsprozess eine Rolle spielen, nämlich Gesellschaften regulieren oder die eigene geistige wie materielle Weiterentwicklung vorantreiben. Dabei sollen die unfairen Aspekte des Geldes nicht heruntergespielt werden. Solche, die langfristiger mit Geld handeln können, haben auch Einfluss auf die, die praktisch von der „Hand in den Mund leben“. Geld dringt in Bereiche vor, die vorher noch nicht von Geld erschlossen waren und es ist fraglich, ob wirklich alles quantifizierbar werden soll. Dennoch: Geld ist per Definition kein schlechtes Übel, das über die Menschheit kommt und bekämpft werden muss, es ist eine Erscheinung, die sich logisch in die bereits bestehende Wirklichkeit einfügt. Und damit ist Geld auch das: ein Naturphänomen. • Patrick Hedfeld Unser Komplettprogramm vom Einsteigergerät bis zum Vollautomaten Perfekte hygienische Ergebnisse, energie- und trinkwassersparende Spülsysteme und servicefreundliche Technik DISCHER Technik GmbH Fuhr 4-6 · 42781 Haan Tel. 0 21 04/23 36-0 info@discher.de · www.discher.de www.erfurt-ths.de Technischer HAUSSERVICE FINALIST 2014 Mittelhäuser Straße 22 99089 Erfurt Telefon 0361 74070-0 Telefax 0361 74070-104 Ihr Partner und Dienstleister für alle haustechnischen Gewerke: ● Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik ● Kältetechnik ● Elektrotechnik Not- und Stördienst rund um die Uhr. PREISTRÄGER Großer Preis des MITTELSTANDES Wir sind ... Ihr Partner zur Herstellung von Präzisionsdrehteilen von d=5 bis d=200 mm für die Fahrzeugindustrie, Maschinen- und Bergbau, Hydraulik u.a. SUSA S. Sauer GmbH & Co. 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