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P.T. MAGAZIN 01/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

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Montage: J. Schulz / OPS Netzwerk GmbH Bild: stux / pixabay.com / CC0 Public Domain Kuschelkurse Das merkwürdige Geschäft mit der Sehnsucht in den Partnerportalen. Wir haben mal nachgerechnet. Esco – denkanstößig Über den Autor ■ Menschen. Marken. Märkte. Kreative Kommunikation. Esco Schrader – der Markenmann. Weissekreuzstr. 18 30161 Hannover Fon +49 (0)511 – 3 88 01 17 Fax +49 (0)511 – 3 88 01 17 Mail: esco-schrader@freenet.de Bild: DAVIN TAYLOR Markenkommunikation GmbH Foto: © highwaystarz/fotolia.com Wirtschaft 40 Modern und 1832 Möglicherweise wundern Sie sich über diesen Widerspruch. Vielleicht könnten wir diesen Artikel auch „Was wir von der Guten Alten Zeit lernen können“ nennen. Denn das, worum es hier geht ist eigentlich „ein alter Hut“. Wenn ich Ihnen jetzt sage, dass es im Kern um die betriebliche Altersvorsorge geht, dann könnte ich mir vorstellen, dass Sie jetzt darüber nachdenken, diesen Artikel nicht weiter zu lesen. Denn die BAV, wie wir dieses Thema gerne abkürzen, bereitet vielen Unternehmern keine Freude mehr. Was können wir also von der „Gutehoffnungshütte“ Anno 1832 lernen Nun zu diesem Zeitpunkt wurde in dieser Firma eine BAV installiert. Es wurde, vielleicht weil die klassische Lebensversicherung erst 1866 erfunden wurde, gar nicht erst darüber nachgedacht, das Geld einer Versicherung anzuvertrauen. Nein, das Geld blieb im Haus, stärkte das Unternehmen und bereitete so den Inhabern und den Mitarbeitern viel Freude. Leider ist diese erprobte Praxis ein wenig in Vergessenheit geraten. Nicht bei den großen Unternehmen, die machen das heute noch so. Nein, bei denen, die das Geld am dringendsten brauchen könnten – beim Mittelstand! Stattdessen müssen diese sich mit den Problemen der Versicherungen herumschlagen. Viele Unternehmer klagen, dass ihr Unternehmensverkauf an men alleine kann nicht jeder Börsenbetreiber leben. So lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen der Traumfabriken. Da sitzen meist etwas ältere Damen am Telefon und überreden die überwiegend männlichen Anrufer zu Abonnements mit Gebühren ab etwa 100 Euro für ein Jahr, Mitgliedschaften in manchen Portalen kosten zwischen 20 und 50 Euro pro Monat. Der Abonnent empfängt dann oft Fotos von tollen Frauen, die aber teils aus dem Nirwana stammen. Die Texte der dann folgenden aufreizenden Mails stammen von Studenten, Teilzeitjobbern und älteren Heimarbeitern. Juristisch ist das alles bestens abgesichert, aber die Grenze zwischen Seriosität und Betrug verschwimmt bis zur Unkenntlichkeit. Dann rechnen wir noch Etwa 13,4 Millionen Singles leben laut Statistischem Bundesamt in Deutschland, im deutschsprachigen Raum insgesamt etwa 16 Mio. Nach der Branchenseite „Singlebörsen-Vergleich“ haben die Partnerbörsen im deutschsprachigen Raum 98,3 Millionen Mitglieder. Mathematisch ergibt das, dass jeder Single 6-fach in Partnerbörsen angemeldet wäre. Wenn realistischerweise nur jeder zweite Single auf Partnerbörsen aktiv wäre, ergäbe das eine durchschnittliche Präsenz pro Single auf 12 Partner-Portalen, klingt absurd. Keine Frage, es gibt sie natürlich auch, die erfolgreiche Online-Partnersuche, aber gerade mal 2% aller Partnerschaften werden im Netz geschlossen. Von den daraus resultierenden Einnaheinmal nach. Wenn nach den Branchenangaben 2013 ein Gesamtumsatz von 186 Mio. Euro (gerundet 200 Mio.) erzielt wurde und 98,3 Mio. Nutzer (gerundet 100 Mio.) bei den Börsen registriert sind, zahlt jedes Mitglied für den Service gerade mal ZWEI EURO pro Jahr. Das ist ein großer Widerspruch zu den oben genannten Gebühren und eine weitere Merkwürdigkeit der Branche. Nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts Allensbach lernen sich 27% aller Pärchen im Freundeskreis kennen, 16% in einer Bar, 11% bei der Arbeit und nur 2% über Portale. „Old Technology“ dominiert also immer noch mit großem Vorsprung, das ist beruhigend. • Günter Morsbach Moderne Innenfinanzierung Anno der Unterfinanzierung der Pensionszusage scheitern könnte und die Mitarbeiter sind empört, dass auf Ihrem Versicherungskonto viel zu wenig Geld liegt. Bitte sagen Sie jetzt nicht vorschnell, „dafür kann ich ja nichts“. Sachlich stimmt das schon, aber rechtlich sagt das BAG schon seit 1966, dass Sie für jeden Cent Ihrer Mitarbeiter haften, den Sie an eine Versicherung weiterleiten. Was würde es für Sie bedeuten, wenn Ihre betriebliche Altersvorsorge Ihnen nicht nur Steuern spart, sondern auch Ihre Liquidität stärkt und Ihr Rating verbessert Was, wenn Ihre BAV Ihren Unternehmenswert steigern würde Und wie wäre es, wenn Sie Bilanzprobleme mit Ihrer Pensionszusage ohne zusätzliches Geld lösen könnten Und was, wenn quasi als Nebenprodukt noch eine erheb- 1832 lich bessere Rente für Ihre Mit- lich bessere Rente für Ihre Mitarbeiter abfallen würde und das Ganze mit staatlichem Insolvenzschutz Nutzen auch Sie die positiven Erfahrungen der letzten 182 Jahre. Investieren Sie eine halbe Stunde in ein Gespräch und stärken Sie Ihr Unternehmen mit zusätzlichem Eigenkapital aus Ihrer hauseigenen BAV. Friedhelm Meier ist Diplom-Ökonom und Geschäftsführer der Exclusive Pension Concepts GmbH Exclusive Pension Concepts GmbH Carl-Orff-Weg 2 • 82284 Grafrath Telefon: (08144) 99669-50 E-Mail: info@e-p-concepts.de www.e-p-concepts.de Werbung ist etwas durch und durch Moralisches! Glauben Sie nicht Ist aber so. Denken Sie mal mit: Nehmen wir an, dass ein Marktangebot (Produkt, Dienstleistung, was auch immer) rundum erstklassig ist. Nehmen wir ferner an, dass die Werbung für dieses Angebot rundum ebenso erstklassig ist. Dann werden viele Menschen in sehr kurzer Zeit davon erfahren, werden andere, weniger attraktive Angebote vernachlässigen, werden künftig das attraktivere Angebot nutzen zu ihrer Zufriedenheit und Freude. Und sie werden ihre Zufriedenheit an Freunde und Bekannte weitergeben. Folge: Das der Konkurrenz überlegene Angebot wird sich am Markt in kurzer Zeit durchsetzen. Sehr wünschenswert. Und sehr moralisch. Wie moralisch ist Werbung selbst Die Anzeigen des Autoverleihers Sixt gehen gern auf Provokationskurs (hier ein Merkel-Motiv aus dem Jahr 2001), kommen aber meist sehr gut an. Nehmen wir nun an, dass ein Marktangebot (Produkt, Dienstleistung, was auch immer) durchaus nicht erstklassig ist. Nehmen wir ferner an, dass die Werbung für dieses Angebot trotzdem erstklassig ist. Dann werden viele Menschen in kurzer Zeit das Angebot nutzen, aber nur einmal! Sie werden die Mängel feststellen, das Angebot „in die Tonne treten“ und „Nie wieder!“ reagieren. Und sie werden ihre Unzufriedenheit an Freunde und Bekannte weitergeben. Folge: Das mangelhafte Angebot wird in kurzer Zeit vom Markt verschwinden. Sehr wünschenswert. Und sehr moralisch. Und alles nur, weil die Werbung in beiden Fällen erstklassig war! Der Titel oben war wohl doch nicht so ganz „daneben“... Laut Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) lagen die Investitionen in Werbung im Jahr 2013 mit rund 25,05 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Für 2014 prognostiziert der ZAW wieder ein Plus von zwei Prozent. Die Branchen mit den höchsten Werbeausgaben in klassischen Above-the-line Medien waren 2013 laut Nielsen Allgemein Investitionen in Werbung 25,05 Mrd. € Handels-Organisationen und Anteil des Fernsehens am deutschen Bruttowerbemarkt 44,9 % die Pkw-Branche. Anzahl der in Deutschland ausgestrahlten TV Werbespots 3,69 Mio. Besonders starke Zuwächse sind bei der Entwicklung der Investitionen Anzahl der Beschäftigten in der Werbewirtschaft in Deutschland 342.384 in Online-Werbung zu Klassische Werbung verzeichnen. Die meisten Werbespendings in Deutschland Netto-TV-Werbeumsätze in Deutschland 4,05 Mrd. € entfallen dennoch nach wie vor Bruttowerbeumsätze von RTL 2.572 Mio. € auf die Mediengattungen TV Bruttowerbeaufwendungen der Tageszeitungen 5.040 Mio. € und Print. Werbetreibende mit Anzeigenumsätze (brutto) des Stern 153,75 Mio. € den höchsten Werbeausgaben sind Procter & Gamble, Ferrero Online Werbung und L'Oréal, gefolgt von der Online Werbeausgaben gesamt in Deutschland 7.226 Mio. € Media-Saturn-Holding und der Nettoinvestitionen von eBay in Onlinewerbung 19,5 Mio. € Axel Springer SE (Stand: 2013, Quelle: statista.com). Werbeumsätze der Google Websites 37,45 Mrd. US$ Quelle: Sixt/jvm

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