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P.T. MAGAZIN 01/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Fernsehen heißt jetzt

Fernsehen heißt jetzt YouTube Die „allzeit-verfügbar“-Clips lassen konventionelle Werbe- und Marketingformen mitunter ziemlich alt aussehen Mittelstandspreis auf YouTube Wirtschaft 28 Sie heißen Tutorials und sind kurze Video-Anleitungen, wie Menschen ihr Leben besser machen können. Im online- Videokanal YouTube finden sich diese Tutorials en masse: Zu Kochen, Handyreparatur, Fitness aber auch zu Themen wie Consulting, Marketing und Maschinenbau. Was steckt hinter dem Erfolg der kurzen Filmchen Gesund leben, athletisch aussehen: Vor allem junge Menschen verfolgen diesen Lifestyle. Sich das nötige Know-how jedoch mühselig im Fernsehen aus Galileo und Co. zusammenzureimen oder gar eine Lektüre aufzuschlagen entspricht immer seltener dem Zeitgeist. Wissen, erzählt von realen Personen, ist viel interessanter. Denn deren Erfolg ist sicht- und greifbar. Laut YouTube-Statistik kommen monatlich mehr als eine Milliarde Besucher auf die Website. Dabei werden sechs Milliarden Stunden Videomaterial angesehen. Und gleichzeitig werden stündlich 100 Stunden Videomaterial hochgeladen. Das Erfolgskonzept von YouTube scheint simpel. Aleksandar Duric, Geschäftsführer beim Fitnesslabel Gym Aesthetics (GA) erläutert es: „Zu fast jedem Thema gibt es Videos, die der User ort- und zeitunabhängig abrufen kann.“ Ohne lange Werbeunterbrechungen könne er so sein individuelles Unterhaltungsprogramm schaffen. Für eine hohe Authentizität sorgten die Video-Macher. Oft seien es Amateure, die ihre semiprofessionellen Videos hochladen. Das Stuttgarter Modelabel nutzt genau diesen Umstand. Durch das Sponsern von rund einem Dutzend Video-Athleten erreicht Der Geschäftsführer des Modelabels Gym Aesthetics Aleksandar Duric setzt auf YouTube-Werbung die Marke ihre Zielgruppe punktgenau. Als Basis dienen knapp 100.000 Facebooklikes, die verdeutlichen, warum Duric nicht auf Fernsehwerbung setzt. Binnen Stunden nach Eröffnung des eigenen GA-YouTube-Kanals verzeichnete dieser 11.000 Abrufe. Axel Zawierucha, Gründer der internetwarriors aus Berlin, erklärt, warum YouTube das Fernsehen ablösen kann: „Nicht nur die User, sondern auch die Video-Macher, also diejenigen, die den Kanal mit frischer Nahrung speisen, als auch die Werbetreibenden, ernten ihre Früchte.“ Natürlich hat die Werbebranche die Plattform voller potenzieller Kunden längst entdeckt. Dies geht soweit, dass YouTuber ab einer gewissen Anzahl von Aufrufen und Abonnenten Geld verdienen. Denn sobald sich eine wachsende Gemeinschaft um einen Kanal gebildet hat, können Firmen auf die User abgestimmt Werbung einbinden. Der so entstandene Verdienst der YouTuber reicht bis hin zu Summen, die den Lebensunterhalt mehr als reichlich decken. Foto: © PR Gym Aesthetics Karl Ess gehört hier zu den Pionieren. Der gebürtige US-Amerikaner zieht als veganer Kraftsportler seit Jahren junge Menschen in seinen Bann. Sein Kanal hat 283.000 Abonnenten. Neben Tipps zum täglichen Training bietet er durch seine Videos ein Allroundpaket, was von gesundem Lifestyle bis hin zu extremem Muskelaufbau vieles abdeckt. Gerichte zum Nachkochen, Vergleich von verschiedenen Eiweißpulvern, Tragen cooler Klamotten und Coaching zum selbstbewussten Auftreten. All diese Tipps eingebettet in mittlerweile mehr als 1.700 Videos bringen ihm ein kleines Vermögen ein. Einen Job als Angestellter braucht er nicht mehr – sein Einkommen besteht aus Werbeverträgen. Einen davon übernimmt Gym Aesthetics. „Unsere Zielgruppe erreichen wir durch Fitnessmultiplikatoren wie Karl Ess viel besser als durch Fernsehspots“, verdeutlicht Geschäftsführer Duric. Allein YouTube verhalf der Marke, sich innerhalb eines Jahres zu etablieren. Funktionieren kann das, weil potenzielle Käufer bereits in anderen Sozialen Medien wie Facebook & Co. miteinander vernetzt sind. Reichweite und damit Bekanntheit einer Marke steigern sich quasi im Alleingang. • Über die Autorin Leila Haidar Leila Haidar ist Wirtschaftsjournalistin aus Stuttgart. Sie ist für Fachmagazine verschiedener Branchen und einige überregionale Tageszeitungen tätig. P.T. MAGAZIN 1/2015 Wenn ein Bild manchmal mehr sagen kann als tausend Worte, dann erst recht ein bewegtes Bild. Jahr für Jahr werden auf den Auszeichnungsgalas die Preisträger des „Großen Preis des Mittelstandes“ deshalb nicht nur mit einer Laudatio geehrt, sondern auch in einem kurzen Video präsentiert. Diese Form der Würdigung führt allen Beteiligten – und natürlich den Preisträgern selbst – noch einmal kompakt und „bildlich“ vor Augen, was sie mit ihrem Unternehmen erreicht haben und welche großen Leistungen hinter der Auszeichnung stehen. Diese Videos erzählen Geschichten von Erfolg und Einsatz, von Herausforderung und Veränderung und oftmals auch die ein oder andere Anekdote, die ihren festen Platz in der Firmenhistorie eingenommen hat. Sie sind ein wunderbares Zeugnis von der Kraft und dem Ideenreichtum des unternehmerischen Mittelstandes. Und daher gehören diese Geschichten ohne Frage der Öffentlichkeit erzählt. Gut, dass es YouTube gibt. Auf dem YouTube-Kanal der Oskar-Patzelt-Stiftung sind alle Preisträgerfilme der vergangen Jahre hinterlegt. So lassen sich nicht nur die bisherigen Erfolge nochmal Revue passieren, sondern dank Einbettungsfunktion können die ausgezeichneten Firmen auch jederzeit auf „ihren“ Film als Marketinginstrument zurückgreifen und bspw. auf ihrer Homepage integrieren, auf der firmeneigenen Facebookseite verlinken oder den Pressematerialen beifügen. Apropos Pressematerial: Selbstverständlich ist auf dem YouTube-Kanal der Oskar-Patzelt-Stiftung auch der Imagefilm zum Großen Preis des Mittelstandes abrufbar, der nicht nur einige starke Impressionen von den Auszeichnungsgalas vermittelt, sondern Redaktionen und Teilnehmern ebenfalls für ihre Berichterstattung zum „Großen Preis des Mittelstandes“ zur Verfügung steht. • Der YouTube-Kanal zum „Großen Preis des Mittelstandes“ www.youtube.com/user/opsnetzwerk

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