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P.T. MAGAZIN 01/2015

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

„Was nützt es gut zu

„Was nützt es gut zu sein, wenn keiner es weiß!“ Foto: © Forgemind ArchiMedia / flickr.com / CC BY 2.0 Caleg – 70 Jahre Erfahrung in Metall Gesellschaft 12 Wo der Größenwahn am Betonmischer steht… Also ist es doch nur folgerichtig, in die Höhe zu bauen! Prinzipiell schon, doch bleibt da jene kritische Grenze, die schon Albert Speer jr. hervorhebt und die immer häufiger und unnötig durchstoßen wird. Warum Ganz einfach, Prestige und Ignoranz sind ausgesprochen gute Bauhelfer. So war das „Taipei 101“ ursprünglich auf 66 Stockwerke angelegt und nicht auf die heutigen, namensgebenden 101. Dem damaligen Bürgermeister Taipehs, Chen Shui Bian, war es jedoch ein großes Bedürfnis die Wolkenkratzer Shanghais zu überflügeln, und so drängte er solange, bis der Wolkenkratzer die Höhe erreicht hatte, die er für angemessen hielt. Von den Platzproblemen chinesischer Städte hat man in Dubai sicherlich auch gehört, doch solche Motive spielten beim Bau des „Burj Khalifa“ keine Rolle. Davon zeugen eine großzügig angelegte Einkaufsmeile mit etwa 1.200 Geschäften rings um den Wolkenkratzer und riesige Wasserspiele, die das Wasser bis zu 150 Meter in die Luft schießen. Auch Foto: © My Day daymin / flickr.com / CC BY 2.0 66 Stockwerke sollten es beim „Taipei 101“ ursprünglich werden. Der Bürgermeister sah es anders – da waren’s 101. Foto: © Eric Kilby / Flickr.com / CC BY-SA 2.0 Einer der berühmtesten Wolkenkratzer der Welt und mit 381 Metern immer noch einer der höchsten – das „Empire State Building”. die Statistik zeigt, dass weder Dubai noch der Rest der Welt Gebäude wie das „Burj Khalifa“ wirklich brauchen. Ein Jahr nach der Eröffnung des Wolkenkratzers waren etwa die Wohnungspreise um fast 40% gefallen, dennoch standen 825 von 900 Wohnungen insgesamt leer. Das Handelsblatt berichtet zudem 2013, dass fast die Hälfte aller Büroflächen Dubais leersteht. So thront das „Burj Khalifa“ als die riesige Kehrseite eines spekulativen, überhitzten Immobilienmarktes über der Skyline von Dubai, aber immerhin ist die Aussicht hübsch. Der Rest vom Schützenfest Auch in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, gibt es keine rationalen Argumente für die ehrzeigen Stadtplanungen. 2 Mio. Einwohner auf einer Fläche zweieinhalb mal so groß wie Berlin, sind kein wirklich zwingender Grund Soll der neue König unter den Wolkenkratzern werden. Der „Kingdom Tower“ in Dschidda. eine riesige künstliche Insel mit einem 1.050 Meter hohen Brocken aus Glas und Beton zu garnieren, aber das ist wohl Geschmackssache drüben am Kaspischen Meer. 2019 soll der „Azerbaijan Tower“ das Herz von Bakus neuem Stadtgebiet „Khazar Islands“ bilden. 1 Million Menschen sollen auf der 3.000 ha großen künstlichen Insel leben, arbeiten und Formel 1-Rennen besuchen, was angesichts geschätzter Gesamtbaukosten von 100 Mrd. US-Dollar irgendwie auch wünschenswert ist. Der Baubeginn des Turms ist für 2015 vorgesehen. Vorgesehen war für 2014 auch die Fertigstellung von „Sky City“. Der neue Wolkenkratzer in der chinesischen Metropole Changscha sollte mit einer Höhe von 838 Metern das höchste Gebäude der Welt und in nur 90 Tagen (!) fertig gestellt werden. Dabei sollte eigentlich schon 2013 alles erledigt sein. Doch erst ließ die Baugenehmigung auf sich warten, dann wurde die Bauzeit auf 210 Tage und später der Baubeginn auf April 2014 nach oben korrigiert. Mittlerweile gibt es keine neuen Informationen, ob und wann es nun losgeht. Vielleicht findet man auch im ambitionierten China, dass sich 1,5 Mrd. Dollar Baukosten (plus horrende Unterhaltskosten) nicht so einfach refinanzieren lassen. Da ist man in Dschidda in Saudi-Arabien schon ein paar Schritte weiter. Die Arbeiten am „Kingdom Tower“ wurden 2013 begonnen und 2019 soll der 1.008 m hohe Riese dann eröffnet werden. Dschidda hat etwa so viele Einwohner P.T. MAGAZIN 1/2015 P.T. MAGAZIN 1/2015 Foto: © Roman Harak / flickr.com / CC BY-SA 2.0 Auch Nordkorea darf mal. 1987 sollte das Ryugyŏng Hot’el mit 330 Metern das höchste der Welt werden. Fertig ist es bis heute nicht. wie Berlin, wenngleich die Grundfläche der Hafenstadt am Roten Meer anderthalb mal größer ist. Auf den ersten Blick also nicht ganz nachvollziehbar, warum 1,2 Mrd. Dollar in die Hand genommen werden, um das Mega-Projekt zu realisieren. Auch auf den zweiten Blick scheint der Bau andere Gründe als etwaige Platzprobleme zu haben, denn eigentlich war der Turm sogar mit einer Höhe von 1.600 m geplant. Vielleicht wollte man auch nur, dass der höchste Springbrunnen der Welt nicht allein ist, der steht nämlich auch in Dschidda. In 312m hohen Fontänen schießt das Wasser hier empor – Deutschlands höchster Wolkenkratzer misst 300 m – und verdampft zu guten Teilen in der heißen Luft. Heiße Luft… wäre schon blöd, wenn am Schluss des Wolkenkratzerwahns nichts anderes bleibt. • Gunnar Marquardt Findige Analysten von Barclay Capital wollen einen Zusammenhang zwischen Wolkenkratzer-Bau und Wirtschaftskrisen entdeckt haben. Ihr jährlich erscheinender „Wolkenkratzer- Index“ bringt die Analysten zu dem Schluss, dass der gehäufte Bau von Super-Wolkenkratzern auf große Mengen fehlinvestierten Kapitals deutet und dadurch ein wirtschaftlicher Niedergang ins Haus steht. So wurde das „Empire State Building“ auf dem Höhepunkt der damaligen Weltwirtschaftskrise fertig gestellt. Während des Baus der „Petronas Towers“ in Malaysia wurden 1997 vor allem die asiatischen Märkte von einer drastischen Finanzkrise erfasst. Das „Burj Khalifa“ musste mit Finanzspritzen fertig gestellt werden, da in Dubai zur Bauzeit die Blase auf dem Immobilienmarkt platzte. Mehr als 350 Mitarbeiter in 3 europäischen Produktionsstandorten freuen sich darauf, Ihre Wünsche in Produkte und Leistungen umzuwandeln. Was Sie von uns erwarten können: Engineering: • Bearbeitung und Unterstützung von der Idee über den Entwurf, die Projektierung, den Prototypen bis hin zur industriellen Serienreife • Proaktive und selbstständige Mitarbeit an Kostensenkungsthemen Blechbearbeitung: • Laser-, Stanz-, Biege- und Schweißtechnik in Stahl, Edelstahl und Aluminium auf hohem Niveau • Spanende Bearbeitung hochwertiger Baugruppen aus Edelstahl und Aluminum • Pulverbeschichtung für den Innenbereich bis zur Außenaufstellung • Oberflächenfinish durch Eloxal bzw. 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