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P.T. MAGAZIN 01/2012

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Rohstoffmangel Die

Rohstoffmangel Die Verknappung der Rohstoffe gefährdet die Entwicklung von Zukunfts - technologien für deutsche Unternehmen Wirtschaft Die Versorgungslage für Bismut und andere Rohstoffe ist kritisch bis sehr kritisch Die häufigsten Lügen überhaupt: Ich liebe Dich. Ich rufe Dich an. Du bekommst Dein Geld. Alle tun sie weh, aber eine kann Ihre Existenz ruinieren. Bürgel-Auskünfte zeigen Ihnen, wie es um Ihre Kunden bestellt ist! Spezialisten ziehen Ihre offenen Forderungen ein; konsequent, erfolgreich! BÜRGEL Wirtschaftsinformationen Vertriebsgesellschaft mbH – Niederlassung Leipzig – Dohnanyistraße 28 • 04103 Leipzig Tel.: (03 41) 4 49 03-0 • Fax: (03 41) 4 49 03 50 Internet: www.buergel-Leipzig.de (Foto: Traveller_40/Flickr.com) "Kritische Rohstoffe für Deutschland" heißt die von der KfW Bankengruppe veröffentlichte Studie. Erstmals analysierten Wissenschaftler die Rohstoffversorgung aus dem Blickwinkel deutscher Unternehmen. Das unabhängige Berliner IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und adel phi er arbeiteten die Studie. Die Forscher stufen die Versorgungslage für 13 bedeutende mineralische Rohstoffe als kritisch ein. Diese Verknappung gefährdet die Entwicklung von Zukunftstechnologien, die beispielsweise für die Energiewende benötigt werden. Die von der KfW-Bankengruppe in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel "Kritische Rohstoffe für Deutschland" untersucht erstmalig umfassend die Risiken der Versorgung Deutschlands mit mineralischen Rohstoffen (Metalle, Industriemineralien, Steine und Erden) unter Berücksichtigung der weltweit steigenden Nachfrage durch Zukunftstechnologien. Die Studie stuft die künftige Versorgungslage von 13 mineralischen Rohstoffen als "kritisch" bzw. "sehr kritisch" ein. Die identifizierten kritischen Rohstoffe, die überwiegend den seltenen Metallen zuzuordnen sind, sind für viele Produktionszweige der deutschen Wirtschaft, für viele Zukunftstechnologien (z. B. Elektromobilität, Informations- und Kommunikationstechnik) sowie für den nachhaltigen Umbau der Energieversorgung von herausragender Bedeutung. Kritisch und sehr kritisch Dr. Siegfried Behrendt (IZT): "Zu den sehr kritischen Rohstoffen, die wir identifizierten, zählen Germanium, Rhenium und Antimon. Als 'kritisch' stuften wir ein: Seltene Erden, Indium, Wolfram, Gallium, Palladium, Silber, Zinn, Niob, Chrom und Bismut." Unterschied zu Vorgängerstudien Im Gegensatz zu Vorgängerstudien wurde bei dieser Forschungsarbeit erstmals die Rohstoffversorgung aus dem Blick- 42 P.T. MAGAZIN 1/2012

ead winkel der deutschen Unternehmen analysiert. Zudem sorgen methodische Fortschritte für eine hohe Validität und Transparenz der Ergebnisse. Von der Beschaffungs- zur Kernaufgabe Siegfried Behrendt (IZT) betonte: "Noch vor wenigen Jahren war die Rohstoffversorgung für viele deutsche Unternehmen eine reine Beschaffungsaufgabe. Durch die erheblichen Preisschwankungen, die hohen Preisniveaus und die schwierige Verfügbarkeit einiger Rohstoffe wird die Rohstoffversorgung in Zukunft für Unternehmen zu einer Kernaufgabe." 52 Rohstoffe untersucht Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 52 Rohstoffe hinsichtlich ihrer Risiken für die Rohstoffversorgung und der Verletzbarkeit der deutschen Wirtschaft bei Eintritt einer Versorgungsstörung analysiert. Beispielsweise wird Germanium für die Glasfaserkabelproduktion, Rhenium für hocheffiziente Gasturbinen für Kraftwerke, Seltene Erden für Magnete der Windkrafttechnologie, für Batterien der Elektromobilität und in der Informations- und Kommunikationstechnik eingesetzt. Gallium und Indium werden für die Dünnschicht-Photovoltaik benötigt, Wolfram bei den Hartmetallen in Schneidwerkzeugen und verschleißfesten Werkzeugen sowie Zinn zur Herstellung von Weißblech. Gründe für Versorgungsrisiken Hohe Versorgungsrisiken ergeben sich für die als kritisch eingestuften Rohstoffe insbesondere durch die Konzentration der globalen Rohstoffproduktion auf wenige Länder, hier vor allem auf die Volksrepublik China (u. a. Germanium, Antimon, Seltene Erden, Wolfram). Bei einzelnen Rohstoffen ergeben sich darüber hinaus Marktrisiken durch ein geringes Verhältnis von globalen Reserven zur globalen Produktion, so dass hier mittel- bis langfristig Versorgungsengpässe drohen können (u. a. Antimon, Chrom, Germanium, Silber, Zinn). Erschwertes Recycling Des Weiteren ist das Recycling einiger kritischer Rohstoffe (u. a. Gallium, Seltene Erden) aufgrund ihrer kleinteiligen und räumlich verteilten Verwendung erschwert. Siegfried Behrendt (IZT): "Teilweise fehlt es auch an geeigneten Recyclingverfahren, für Niob beispielsweise ist das Recycling bisher ein Downcycling - denn die besonderen Materialeigenschaften können am Ende nicht mehr genutzt werden." Unternehmensstrategien zur Rohstoffsicherung Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, betonte: „Vor dem Hintergrund der beschriebenen Versorgungsrisiken wird es für den Technologie- und Innovationsstandort Deutschland immer bedeutender, dass die Unternehmern stärker als bisher Strategien für eine nachhaltige Rohstoffsicherung entwickeln, z.B. über Beteiligungen an Bergbauprojekten. Um den primären Rohstoffbedarf insgesamt zu senken und damit die Importabhängigkeit zu verringern, sollten von den Unternehmen zudem verstärkt Maßnahmen zum effizienteren Einsatz von Ressourcen und zur Nutzung von Sekundärrohstoffen umgesetzt werden.“ n Barbara Debus FANGMANN GROUP STIMULATION LABOR ZEMENTATION OILFIELD SERVICE MASCHINENBAU ANLAGENTECHNIK AUTOMATISIERUNG ELEKTROTECHNIK AUTOKRANE TRANSPORTE SICHER · ZUVERLÄSSIG · FLEXIBEL STANDORTE SALZWEDEL · CLOPPENBURG ready for service www.fangmanngroup.com

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