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P.T. MAGAZIN 01/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Mitteldeutschlands neue

Mitteldeutschlands neue Märkte Leuchttürme und Nebelkerzen „Es ist wild, es bleibt wild, und es wird nächstes Jahr wohl noch wilder“, sagte Solarpraxis-Chef Karl-Heinz Remmers mit Blick auf die Entwicklung des Photovoltaik-Marktes. Dieses Jahr wird sehr spannend für die deutsche Photovoltaik-Branche. Momentan ist viel Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Markt, da die Rahmenbedingungen in Deutschland, aber auch in den wichtigen Märkten zumeist noch sehr unsicher sind. Es wird davon ausgegangen, dass die deutschen Firmen im Jahr 2020 einen Marktanteil von etwa 12% haben werden bei einer jährlichen Produktionskapazität von 80 Gigawatt weltweit. Allerdings eskaliert der Konflikt derzeit, meint Günther Cramer, Präsident des BSW-Solar mit Blick auf die Aktionen der konventionellen Energiewirtschaft. Solar-Valley Sachsen-Anhalt hat kein Kernkraftwerk, aber dafür Q-Cells. Eine einmalige Erfolgsgeschichte. 1999 gegründet, hat sich Q-Cells innerhalb weniger Jahre zu einem der größten Solarzellenhersteller weltweit entwickelt. Weltweit beschäftigt Q-Cells rund 2 500 Beschäftigte. In Deutschland arbeiten rund 2 200 Mitarbeiter, davon allein 2 050 im „Solar-Valley“ in Bitterfeld-Thalheim. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte Q-Cells einen Umsatz von 801,6 Mio. Euro, was einem Rückgang von 35,9 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Produktionskapazität im Segment Solarzellen sank zugleich von 860 MWp (2008) auf 800 MWp. (Foto: Wikimedia Commons/CC 2.5/André Karwath) (Foto: © Rolf Handke/PIXELIO) (Foto: © Bettina Stolze/PIXELIO) (Foto: © Claus-Dieter/PIXELIO) (Foto: Mitteldeutschland.com) 50 P.T. MAGAZIN 1/2011

Regional-Special Von alles bestens bis vorsichtig Q-Cells kostet nun noch rund 400 Mio. Euro, schätzt „deraktionaer.de“ ein. Noch vor Jahresfrist musste im Falle von Q-Cells ein Vielfaches dieses Betrages aufgerufen werden, um sich den deutschen Solarkonzern einzuverleiben, so das Börsenmagazin. Erst im Juni 2009 übernahm Q-Cells die Solibro GmbH zu 100%. Was sagt „deraktionaer“ Ende November zur Lage? Das Börsenmagazin analysiert: „2010 ist also alles bestens, zumal der Solarkonzern bekanntlich auch seine angespannte Finanzsituation in den Griff bekommen hat. Die Restrukturierung ist abgeschlossen, aber was kommt jetzt? Im neuen Modulgeschäft gibt es Qualitätsprobleme, und beim Hauptgeschäftsfeld Solarzellen muss sich Q-Cells weiterhin mit der chinesischen Konkurrenz messen. Für 2011 ist Q-Cells sehr vorsichtig. Es wird ein ‚anspruchsvolles Marktumfeld’ erwartet und neuerlicher Preisdruck. Ob Q-Cells dem standhalten kann, ist ungewiss. Aber die gerade vorgelegten Zahlen zeigen, dass der Puffer nicht sehr groß ist.“ Höchste Dichte in Europa Bis zum Jahr 2020 sollen nach EU- Richtlinien 20% der Primärenergie aus erneuerbaren Quellen stammen. Die Photovoltaik ist eine maßgebliche Säule bei der Erreichung dieses Ziels. Die Bundesländer Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen verfügen über die höchste Dichte an Photovoltaikunternehmen in Europa. Im Cluster Solarvalley Mitteldeutschland arbeiten die Partner aus Industrie und Forschung daran, Produkte und Produktionstechnologien der Photovoltaik zu optimieren. Zum Spitzencluster gehören Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten. Zu den Partnern zählen u. a. weltweit führende Hersteller wie Bosch, Schott, PV Crystalox, Q-Cells und SMA sowie Ausrüster wie Jenoptik, Roth und Rau, Jonas und Redmann. Testfall Der Cluster Solarvalley Mitteldeutschland strebt an, einen messbaren Durchbruch in der Nutzung des Solarstroms in Deutschland zu erreichen. Etappenziel hierbei ist die Netzparität von photovoltaisch erzeugtem Strom spätestens ab 2013. „Unternehmen dieser Größenordnung konnten meist nur in Branchen entstehen, die von starker staatlicher Förderung profitiert haben, wie etwa Die Metropolregion Mitteldeutschland vereint elf Städte in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Chemnitz, Dessau-Roßlau, Dresden, Erfurt, Gera, Halle, Jena, Leipzig, Magdeburg, Weimar, Zwickau. die Solarbranche. Jetzt haben wir einen interessanten Testfall für das ostdeutsche Erfolgsmodell Photovoltaik. Notwendig ist das Schaffen nachhaltiger Strukturen für Innovationsführerschaft. Nur so ist die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen“, meint der Wirtschaftsprofessor und Unternehmensberater Bernd Venohr. Anders gedacht Während sich die Marktdelle in Deutschland vertieft und aufgrund des bundesweiten Verdrängungswettbewerbs ein Konsolidierungsprozess bevorstehen soll, gehen Branchenkenner davon aus, dass auch deutsche Solar- Unternehmen von den Subventionen in China profitieren können. „Bislang wurde womöglich noch nicht realisiert, welches Potenzial in den Förderungen und dem chinesischen Markt steckt. Den deutschen Playern bietet sich darin bestimmt eine Chance. Es ist jedoch noch zu früh zu beurteilen, in welchem Umfang sie die Situation nutzen können“, schließt Sebastian Fasbender, Bundesverband Solarwirtschaft. Ganz anders gedacht Bisher geht der Trend nämlich nicht nur nach Ostdeutschland, sondern in den Fernen Osten. Die Hersteller von Solarmodulen suchen mittlerweile verzweifelt nach Möglichkeiten, um der asiatischen Billig-Konkurrenz ausweichen zu können. Einer der größten Hersteller von Solarstromprodukten, Solarword, will allerdings im Osten des Erzgebirges nach dem Batterie-Rohstoff Lithium suchen. Weltweit wird eine rasante Nachfrage erwartet. Der Bonner Solarkonzern will sich den wichtigen Rohstoff für die Entwicklung von Batterien für Elektrofahrzeuge sichern. Die Bergakademie Freiberg in Sachsen hat ein Programm aufgelegt, um neue Technologien für Lithium-Ionen-Batterien zu erforschen und steht in engem Kontakt zur Solarbranche, die sich in der Region angesiedelt hat. Leuchtturm oder Nebelkerze? Apropos Rohstoffe In China werden mehr als 90% der Seltenen Erden gefördert. Das Land hat seine Exportquoten seit 2005 reduziert. 2010 wurden sie um 40% gegenüber 2009 gekürzt. Es wird befürchtet, dass die Exportquoten um bis zu 30% weiter sinken. Die Nervosität in den Unternehmen wird immer größer. (Foto: © Thomas Maciejewsk/PIXELIO) (Foto: © christian/PIXELIO) (Foto: © Marco Barnebeck/PIXELIO) (Foto: © Ralph M. Unger/PIXELIO) (Foto: © Templermeiste/PIXELIO) (Foto: © Martin Goldmann/PIXELIO) 1/2011 P.T. MAGAZIN 51

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