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P.T. MAGAZIN 01/2011

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

(Foto: © Udo

(Foto: © Udo Nowak/PIXELIO) NIEs: Neue ineffiziente Energiequellen Für NOVO-Autor Heinz Horeis steht fest: Die Natur kennt keine Erneuerbarkeit. Und sie verteilt auch kein Freibier. Ein Produkt ist wirtschaftlich, wenn es brauchbar ist und preislich mit vergleichbaren Produkten mithalten kann. Das ist beim überteuerten grünen Strom nicht der Fall. Solarzellen auf dem Dach rechnen sich nur deshalb, weil die Politik die Verbraucher gesetzlich dazu zwingt, diesen teuren Strom zu kaufen. Auch der Straßenräuber, der eine Pistole erwirbt, tätigt damit eine „wirtschaftliche“ Investition. Schließlich kann er damit den Leuten das Geld abnehmen. Romantische Visionen Wirtschaftlichkeit, Kosten und Effizienz sind für Befürworter erneuerbarer Energien nachrangig. Sie kennen keine guten und schlechten Lösungen, sondern nur „gute“ und „böse Energien“. Erneuerbare Energie ist Weltanschauung, ist Religion. Das hinterfragt man nicht. Dabei fängt mit Begriffen wie „erneuerbar“ und dem inflationär gebrauchten „nachhaltig“ das Elend bereits an. Die Natur kennt keine Erneuerbarkeit. Sie kennt nur den ständigen Wandel. Während Sie diese Zeile lesen, hat die Sonne mal eben zehn Millionen Tonnen an Masse „verbrannt“. Die sind weg und erneuern sich nicht. Begriffe wie erneuerbar und nachhaltig suggerieren das Bild einer Welt, die es nicht gibt: statisch, risikoarm, immer gleichbleibend, immer schön temperiert, gemütlich für die Ewigkeit. Romantische Visionen – häufig von Leuten getragen, die vor vielen Jahren einmal als Revolutionäre begonnen haben. Heute gönnen sie sich den Luxus einer „erneuerbaren“ Energieversorgung, egal was es (die anderen) kostet. Denn teuer wird es. Die Natur verteilt kein Freibier. Energie für lau? „Sonne und Wind schicken keine Rechnung.“ Diese Botschaft bringt der Theologe Franz Alt seit vielen Jahren unter das gläubige Volk. Sie klingt gut, ist aber, wie jede Werbebotschaft, nichtssagend. Vor allem ist sie falsch. Denn was Alt für Sonne und Wind reklamiert, gilt auch für andere Energieträger. Uran entstand vor ein paar Milliarden Jahren in einer explodierenden Supernova. Eine wohlmeinende Natur (ein Theologe könnte auch von einem wohlmeinenden Schöpfer sprechen) schmiedete damals mit riesigem Aufwand an Energie einen extrem leistungsstarken Energiespeicher, den wir heute mit geringem Aufwand in Kernkraftwerken nutzen können. Eine Rechnung hat die Supernova für diese elegante Lösung bislang nicht gestellt. Auch die konzentrierte Biomasse, die wir als Kohle nutzen, hat die Natur in vielen Millionen Jahren produziert und eingelagert – umsonst, auch hier keine Rechnung. Für Wasserkraft, für Erdöl und Erdgas und andere Energiequellen gilt das Gleiche – auch diese sind kostenlos verfügbar. Das Dilemma der „Erneuerbaren“ Wo ist dann der Haken? Ganz einfach: Energieträger sind zwar umsonst vorhanden, aber nicht umsonst nutzbar. Energie muss gesammelt und in eine nützliche Form überführt werden. Dazu braucht man Windräder und Solarzellen, Bergwerke und Fördertürme, Kraftwerke und Staudämme, Aufbereitungsanlagen und Stromnetze. Dieses Sammeln und Umwandeln kostet Geld. Hier, bei der technischen Umsetzung, werden die Rechnungen gestellt, und diese fallen bei den „neuen Energien“ besonders hoch aus. Aus dem gleichen Grund sind Aussagen wie „Die jährliche Sonneneinstrahlung in Deutsch- 14 P.T. MAGAZIN 1/2011

Gesellschaft land übersteigt den Primärenergieverbrauch des Landes um fast das Hundertfache“ energiewirtschaftlich belanglos. Entscheidend ist nicht, wie viel vorhanden, sondern wie viel davon mit annehmbarem Aufwand nutzbar ist. Dieses Dilemma wird in allen Szenarien für eine Energieversorgung aus erneuerbaren Energien (sei es zu 100% oder weniger) deutlich: Diese Szenarien setzen, damit sie überhaupt funktionieren können, in der Regel einen erheblich verringerten Energieverbrauch voraus. Erstaunlich, wo doch Sonne und Wind angeblich im Überfluss, in „astronomischen Mengen“ vorhanden sind. Ineffiziente Energiequellen Solar- und Windlobby kehren den Widerspruch von „immensem Vorhandensein“ (die Werbebotschaft) und „geringer Nutzbarkeit“ (der reale Gehalt) unter den Tisch. Er bricht aber immer wieder durch – etwa in den tatsächlichen Kosten für Strom aus Sonne oder Wind. „Neue“ Energien sind deutlich teurer als die vorhandenen. Wäre das nicht der Fall, so müsste man sie nicht bis zur angeblichen Wirtschaftlichkeit subventionieren. Wirtschaftlichkeit heißt aber nicht, dass sich Solarzellen auf dem Dach für Hausbesitzer „rechnen“. Wenn eine Kilowattstunde Strom aus Kohle oder Uran für wenige Cent produziert werden kann, diese aus Solarzellen allerdings 30 bis 40 Cent kostet, dann heißt das vor allem, dass Solarstrom rund das Zehnfache an Rohstoff- und Energieeinsatz benötigt wie Kohle- oder Nuklearstrom. „Bei gleicher Wirkung“, so schreibt der langjährige VEW-Vorstandsvorsitzende Klaus Knizia, „ist die wirtschaftlich vorteilhaftere Lösung auch energetisch und ökologisch günstiger.“ Höhere Kosten – größerer Ressourcenverbrauch Brandrodung für Biodiesel? Während die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mit „regenerativen Energietechnologien“ Umweltbelastungen vermeiden will, steht für Umweltschutz-Organisationen wie „Rettet den Regenwald e.V.“ fest, dass genau die das Problem sind: „Diese Brände (zur Schaffung großer Flächen für den Anbau von Ölpalmen)…sind der Hauptgrund für die katastrophale Luftverschmutzung und die Vernichtung von Regenwald.“ Bei dem minimalsten Vernunftziel, das in der deutschen Energiepolitik derzeit realisierbar erscheint, nämlich der Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke, geht es deshalb nicht um die angeblich exorbitanten Gewinne „böser“ Konzerne. Es geht um die für das Ganze wirtschaftlich und ökologisch beste Lösung. Höhere Kosten bedeuten, real gesehen, höherer Aufwand und höherer Ressourcenverbrauch. Mehr Arbeitskraft, mehr Material, mehr Energie, größere Flächen sind notwendig, um eine bestimmte Menge an nutzbarer Energie zu erzeugen. So sind, um eine Einheit Windstrom zu erzeugen, rund zehnmal so viel Eisen und Kupfer erforderlich wie zur Produktion einer Einheit Atomstrom. Eine Einheit Solarstrom (Fotovoltaik) benötigt sogar das 10- bis 100-Fache an Material. Auch Kohlestrom ist, was den spezifischen Rohstoffverbrauch angeht, deutlich effizienter als Wind- und Solarstrom. (1) Die Ursache dafür liegt in der Natur selbst: Sonne, Wind oder Biomasse sind „dünne“ Energiequellen. Ihre Energiedichte liegt um ein Vielfaches unter der von Uran, Kohle oder Erdöl. An Unbestechlich – aber käuflich NovoArgumente erscheint zweimonatlich und ist in einigen Buchläden Deutschlands und Österreichs sowie im Online- Shop von www.novo-argumente.com erhältlich. Der Einzelverkaufspreis beträgt in Deutschland 7,20 Euro, das Jahresabonnement kostet 37,80 Euro (ermäßigt: 28,50 Euro). Kontakt Thomas Deichmann - Geschäftsführer und Chefredakteur Tel. 069 97206-701 Fax 069 97206-702 info@novo-argumente.com Aboverwaltung und Bestellservice: Erik Lindhorst Erik.Lindhorst@novo-argumente.com www.novo-argumente.com dieser Eigenschaft kann auch noch so viel Forschung und Entwicklung nichts ändern. Pure Verschwendung Die Sonne mag zwar „unbegrenzt“ scheinen und der Wind „unbegrenzt“ wehen. Nicht unbegrenzt vorhanden sind die Flächen. Windstrom z. B. ist in größerem Umfang und einigermaßen wirtschaftlich nur an wenigen Stellen der Erde zu ernten: etwa in Patagonien, an der nordafrikanischen Küste, in der Antarktis, an der englischen Küste oder in den nordamerikanischen Ebenen, aber sicherlich nicht in Deutschland. Ebenfalls nicht unbegrenzt und nicht umsonst sind die Rohstoffe, die man (Foto: © GTZ/Andreas König) 1/2011 P.T. MAGAZIN 15

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