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PT-Magazi 04 2018

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft

Wirtschaft PT-MAGAZIN 4/2018 © Chinnapong - stock.adobe.com 30 Die Unternehmensstiftung Mit den Mitarbeitern zusammen nachhaltige „Spuren“ hinterlassen. Eine Idee, wie Mittelständler ihre sozialen Aktivitäten sinnvoll kanalisieren können. Als Mittelständler eine eigene Stiftung gründen? Das ist doch höchstens etwas für große Unternehmen! So die landläufige Meinung vieler Unternehmer. Zudem, so ein weiteres Vorurteil, bedürfe es Millionenbeträgen, um eine eigene Stiftung zum Leben zu erwecken. Weit gefehlt! Viele Banken und Sparkassen bieten hier mit einer „Gemeinschaftsstiftung“ eine einfache Lösung. Einfache, standardisierte Umsetzung der Stiftungsidee Dank des Instrumentes der Gemeinschaftsstiftung war es noch nie so einfach, sich stifterisch zu engagieren. Zusammen mit einem externen Treuhänder ermöglichen es viele Banken und © contrastwerkstatt - stock.adobe.com Sparkassen Einzelpersonen, Familien, Vereinen und Unternehmen, zielgerichtet und individuell zu stiften. Damit lassen sich bestehende soziale Aktivitäten eines Unternehmens – die regelmäßig auch sehr stark lokale soziale Anliegen fokussieren - kanalisieren und durch geschickte Anbindung in Ihrer Wirkung auch erheblich steigern. Das beste aber – das gesammelte Kapital fließt – im Namen des Unternehmens - auf unbestimmte Zeit regelmäßig als Ausschüttung an einen oder mehrere Adressaten, die das Unternehmen unterstützen möchte. Viele Kreditinstitute haben durch die „Anstiftung“ einer eigenen Stiftergemeinschaft, an der man mit einem eigenen, kosteneffizienten Stiftungsfonds teilhaben kann, bereits alle Voraussetzungen für die Umsetzung einer „kleinen“ Stiftungsidee geschaffen. Der Stiftungsfonds wird im Jahresbericht der Stiftung separat ausgewiesen und trägt den Namen des Einrichters,

also zum Beispiel „Mustermann-Stiftungsfonds“. Darüber hinaus wird die Firma Mustermann alljährlich über die Erträge, die der Fonds erwirtschaftet hat, unterrichtet, ebenso über die Mittelverwendung. Wer sich für einen solchen Stiftungsfonds entscheidet, ist von der Verwaltungsarbeit befreit - eine Unterschrift genügt. Auch die mit der Ausschüttung verbundenen Arbeiten erledigt eine spezialisierte Stiftungsverwaltung. Die an die Stiftung überführten Gelder werden vom beteiligten Kreditinstitut verwaltet. Ziel ist dabei natürlich der Werterhalt. Da der Verwalter die Stiftung inklusive Stiftungsfonds günstig verwaltet, bleibt für den guten Zweck der größte Teil übrig. Ein starkes Argument in unseren Niedrigzins-Zeiten. Natürlich gibt es alternativ die Möglichkeit eine rechtlich selbstständige, eigene Stiftung zu gründen. Diese Stiftungsvariante lohnt sich aber aus diversen Gründen – u.a. auch unter Aufwandsgesichtspunkten - erst ab einem Stiftungsvermögen von 100.000 Euro. Viele Banken und Sparkasse lassen demgegenüber die Einrichtung eines Stiftungsfonds bereits ab 25.000 Euro zu und senken damit in Kooperation mit spezialisierten Dienstleistern erheblich die Einstiegshürden zur Stiftungsgründung. Quellen für das Stiftungskapital Die Beschaffung dieses Anfangskapitales kann – neben der Dotierung durch den Unternehmenseigner - durch vielerlei Aktivitäten vorangetrieben werden. Nachfolgend einige Ideen: • So kann z.B. die vielerorts praktizierte „Aussetzung“ der klassischen Weihnachtskarten und -präsente zugunsten einer sozialen Einrichtung in einen „Sammeltopf“ zum Ansparen des Stiftungsgrundvermögens umgelenkt werden. Dabei lassen sich dann im Optimalfall auch Kunden und Lieferanten zur Unterstützung des „Stiftungsprojektes“ mit einbeziehen. • Eine denkbare, sehr gewichtige Quelle für die „Anstiftung“ oder spätere Aufstockung eines Stiftungsfonds kann aber auch die Abführung eines (Bruch-)teils der Verkaufserlöse aus geeigneten Produkten eines Mittelständlers sein. • Über ein soziales Azubiprojekt wie einen sozialen Tag oder ähnliche Konzepte kann die nächste Mitarbeitergeneration und vielleicht auch gleich die nächste Unternehmergeneration frühzeitig an die sozialen Aktivitäten des Unternehmens herangeführt werden. In diesem Zusammenhang bietet sich auch die Kooperation mit lokalen (Berufs-)Schulen oder einem Verein an, der später von den Stiftungsausschüttungen profitieren soll. • Im Rahmen einer unternehmensweiten Gesundheitsinitiative könnten Mitarbeiter, die z.B. aus dem Kreis der Raucher ausscheiden möchten, eingesparte „Beschaffungsausgaben“ dem Stiftungsanspartopf zuführen. (Das Unternehmen kann hier natürlich durch Aufstockung als „Ansparbeschleuniger“ agieren!) • Selbstverständlich bietet die einmal gegründete Stiftung auf Wunsch auch ein geeignetes Instrument für langjährige Mitarbeiter ohne familiäre Nachfolge ihren eigenen Nachlass im Rahmen eines vertrauten Umfeldes zu regeln. • Viele Banken und Sparkassen fördern zudem den Bekanntheitsgrad der einzelnen, betreuten Stiftungsfonds indem Sie über die Vorstellung von Stifterfonds im Rahmen ihrer Nachfolgeberatung, Publikationen, Internetaktivitäten und die Ausrichtung von lokalen Stiftertagen auch mögliche externe Interessenten für etwaige Spenden und Zustiftungen gewinnen helfen. Dass das stifterische Engagement in einer Gemeinschaftsstiftung auch ein langfristiger, um nicht zu sagen „ewiger“ Bestandteil der externen Unternehmenskommunikation wird, liegt auf der Hand und ist sicherlich für jedes Unternehmen eine willkommene Begleiterscheinung. Sollten Sie diese Gedankengänge in Ihrem Unternehmen weiterverfolgen freue ich mich selbstverständlich über Ihre Rückmeldung zu diesem Thema. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit diesem spannenden Thema! ó Über den Autor Christoph Grote ist Direktor für das institutionelle Geschäft bei der KFM Deutsche Mittelstand AG und verantwortet den Vertrieb des ausschüttenden Rentenfonds „Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds“, der insbesondere auch eine Lösung für die Ausschüttungsanforderungen von Stiftungsvermögen darstellt. In seiner beruflichen Laufbahn hat Herr Grote – selbst Vorstand einer Kinderstiftung - u.a. als Vermögensverwalter für einen Privatbankiers Stiftungsvermögen verwaltet und war als Leiter der Vermögensberatung einer rheinischen Sparkasse selbst Initiator einer vielfältigen Stiftergemeinschaft. 31 PT-MAGAZIN 4/2018 Wirtschaft

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