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P. T. MAGAZIN 04/2013

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

Wirtschaft Bürger auf

Wirtschaft Bürger auf den Barrikaden Und die Politik handelt weiter nach dem Mikado-Prinzip Immer mehr Bürger sind wütend. Zumeist richtet sich ihr Zorn gegen Infrastrukturmaßnahmen oder Stadtentwicklungsprojekte. Man möchte den modernisierten Bahnhof, das neue Gewerbegebiet oder einen weiteren Flughafen nicht vor der eigenen Haustür haben: frei nach dem Prinzip: „Heiliger Sankt Florian / Verschon' mein Haus / Zünd' andre an“. Warum gehen Bürger auf die Barrikaden? Diese Frage hat sich der Göttinger Politikwissenschaftler Franz Walter mit einem Team junger Wissenschaftler seines Instituts für Demokratieforschung gestellt. Untersucht wurden Bürgerproteste gegen Bauprojekte im Zuge der Energiewende, Proteste im Bereich der Bildungspolitik, die Anti-Atomkraft- Bewegung, Occupy, Anti-Euro-Proteste etc. Laut Bernhard Shaw sind alte Männer deshalb gefährlich, weil „ihnen die Zukunft egal“ ist. Dies trifft offenbar auch auf die deutsche Protestbewegung zu, die vornehmlich im Milieu der Kinderlosen stattfindet. Bürger, die dauernd in Wut sind, haben viel Tagesfreizeit. Arbeiter sind kaum unter den Protestierenden zu finden 38 P.T. MAGAZIN 4/2013 (Foto: Khairul Abdullah/Flickr.com) (Foto: Libertinus/Flickr.com) So finden sich in der Riege der Erregten besonders viele Hausmänner, Teilzeitangestellte, Freiberufler, Schüler, Pastoren und Lehrer, aber auch – siehe Shaw – eine Vielzahl an Vorruheständlern, Pensionären und Rentnern. Heutzutage sind Wutbürger meist studierte Leute, oft Ingenieure oder andere Angehörige der technischen Intelligenz. Arbeiter sind kaum unter den Protestierenden zu finden. Die Kluft zu den Angehörigen nichtakademischer Schichten wächst also. Entwicklung zur „Misstrauensgesellschaft“ „Protest und Kritik sind wichtige Elemente einer lebendigen Demokratie. Ich halte es allerdings ähnlich wie Walter für problematisch, wenn wir uns hin zu einer „Misstrauensgesellschaft“ entwickeln. Ohne Medien, Lobbyisten und Parteipolitiker ist nun mal kein Staat zu machen. Nach dem Parteitag der Liberalen findet die Bundesregierung nun vielleicht endlich mal wieder die Kraft für Reformen und mutiges Regieren. Kanzler Schröder hat vor fast auf den Tag genau zehn Jahren mit seiner „Agenda 2010“ bewiesen, wie man gut und nachhaltig regieren kann, ohne immer nach dem Wähler zu schielen. Unsere Wirtschaft und unser Land profitieren noch heute von den damals eingeleiteten Maßnahmen. Sollte diese Regierung weiter nach dem Mikado-Prinzip „Wer sich bewegt, hat verloren“ regieren, dann wird an greifbaren Erfolgen nicht viel übrig bleiben“, sagt der Personalexperte Michael Zondler. Das politische Geschäft ist nun einmal mühsam, und die einfachsten Lösungen sind nicht immer die besten. Es braut sich was zusammen Ein Beispiel für weit verbreiteten Unmut der Bevölkerung ist die Euro- Politik. Die „Wahlalternative 2013“, die von verschiedenen Volkswirtschaftsprofessoren und konservativen Publizisten wie Konrad Adam oder Alexander Gauland getragen wird, macht zurzeit Furore. Dort sammelt sich laut FAZ der Protest von Anwälten, Professoren, Pensionären und Beamten gegen die Politik der Bundesregierung und der gesamten Euro-Rettung. „Es ist augenscheinlich, dass sich hier etwas zusammenbraut, auch wenn ein solches Bündnis aufgrund eines prominenten Zugpferds an der Spitze bei Wahlen vielleicht keine große Chance hat. Als Unternehmer ist man gewohnt, schnell Entscheidungen zu treffen. Als Volkswirtschaftsprofessor oder Journalist kann man die reine Lehre hochhalten. Da haben es Politiker schwerer. Allerdings ist die Art, wie die Politik momentan Probleme aussitzt und lieber Personalkämpfe betreibt, mit verantwortlich für das Anwachsen der „Wutbürger“. n Über den Autor Ansgar Lange n Ansgar Lange ist Politikwissenschaftler und Publizist. Er studierte Politische Wissenschaft, Geschichte und Germanistik in Bonn. Entwickeln Sie mit uns Ihren perfekten Online-Auftritt Mittelstand versteht sich! Seit 2002 setzen wir erfolgreich Online-Konzepte als Individuallösungen für namhafte Kunden um. Unsere beste Referenz? Die Zufriedenheit und der Erfolg unserer Kunden! Erstellen Sie mit uns Ihren modernen Internetauftritt: optisch attraktiv, imagestark und leicht in Pflege & Bedienung. KONTAKTIEREN SIE UNS web: comm-press.de mail:info@comm-press.de FIRMENPRÄ SENZEN ONLINE-MAGAZINE COMMUNITIES INTRANET E-COMMERCE MOBILE DESIGN ONLINE-KONZEPTE SOCIAL PUBLISHING REDAKTIONSSYSTEME BERATUNG & SCHULUNG DATENMIGRATION SCHNITTSTELLEN & APIS comm-press GmbH Altonaer Poststraße 9a | 22767 Hamburg | +49 (40) 350 80 141

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